So, 17. Dezember 2017

Luftschlag in Syrien

22.07.2015 09:57

Pentagon: 9/11-Mitverschwörer getötet

Bei einem Luftangriff in Syrien ist nach Angaben der USA der Anführer der mit der Al-Kaida verbündeten Extremistengruppe Khorasan getötet worden. Wie das Pentagon am Dienstag mitteilte, starb Muhsin al-Fadhli bereits vor zwei Wochen bei einem Angriff nahe Sarmada. Er soll einer der wenigen Menschen gewesen sein, die im Vorhinein von den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wussten.

Al-Fadhli sei getötet worden, als die US-geführte Militärkoalition in Syrien sein Fahrzeug ins Visier nahm, erklärte ein Pentagon-Sprecher. Unklar blieb, ob er von einer Drohne oder einem bemannten Flugzeug getroffen wurde. Der Extremist sei ein "langjähriger Al-Kaida-Anhänger" gewesen, erklärte der Ministeriumssprecher. Sein Tod werde die laufenden Missionen von Al-Kaida gegen die USA und ihre Verbündeten "schwächen und zerstören".

Die Extremistengruppe Khorasan ist nach Überzeugung von US-Geheimdiensten ein Ableger der im syrischen Bürgerkrieg kämpfenden Al-Nusra-Front und unterhält Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida. Anders als die Al-Nusra-Front konzentrieren sich die Khorasan-Mitglieder demnach nicht auf den Kampf in Syrien, sondern auf die Planung von Terroranschlägen gegen westliche Staaten. Auch al-Fadhli habe mit der Khorasan-Gruppe Anschläge geplant, erklärte das Pentagon.

Sieben Millionen Dollar Kopfgeld ausgesetzt
Auf al-Fadhli hatte das US-Außenministerium ein Kopfgeld in der Höhe von sieben Millionen Dollar (rund 6,4 Millionen Euro) ausgesetzt. Gesucht wurde er außer von den US-Behörden auch von Kuwait und Saudi-Arabien im Zusammenhang mit Terrorismusvorwürfen. Der Khorasan-Anführer soll im September des Vorjahres schon einmal Ziel eines US-Luftangriffs gewesen sein. Zwar hieß es damals in US-Kreisen, der Extremist sei vermutlich getötet worden, das US-Militär und die Regierung in Washington bestätigten das jedoch nicht.

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