So, 17. Dezember 2017

Trotz Atom-Deals

20.07.2015 07:44

Militärisches Vorgehen der USA weiter eine Option

Kurz vor seinem Besuch in Israel hat US-Verteidigungsminister Ashton Carter deutlich gemacht, dass trotz des Atomabkommens mit dem Iran die Option eines militärischen Vorgehens weiterhin bestehe. "Einer der Gründe, warum das Abkommen ein gutes Abkommen ist", sei das Aufrechterhalten einer militärischen Option der USA gegen den Iran, sagte Carter am Sonntag auf dem Flug nach Israel.

Sollte sich Teheran trotz aller Vorkehrungen in dem Wiener Abkommen eine Atombombe verschaffen wollen, könnten die USA militärisch eingreifen.

"Wir erhalten und verbessern stetig" diese Option, so der US-Verteidigungsminister. Zugleich versicherte er, dass die USA ihre militärische Zusammenarbeit mit ihren traditionellen Verbündeten in der Region wie Israel und Saudi-Arabien weiter vertiefen wollten. "Wegen des Aggressionspotenzials und der gefährlichen Aktivitäten des Iran" bemühten sich die USA "immer, unsere Position zu verbessern". Das diene auch dem Interesse, extremistische Gruppen wie den Islamischen Staat (IS) in der Region zu bekämpfen.

Mit Israel arbeite sein Land bereits insbesondere bei der Raketenabwehr und bei der Bekämpfung von Terrorismus zusammen, sagte Carter. Es gebe aber viele weitere Bereiche, in denen die Zusammenarbeit ausgeweitet werden könne, "und wir sind bereit, mehr zu tun".

Besuch in Israel und Saudi-Arabien
Carter will am Montag in Israel mit Verteidigungsminister Moshe Yaalon sowie weiteren Militärvertretern zusammentreffen. Für Dienstag ist ein Gespräch mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu geplant, bevor Carter nach Saudi-Arabien weiterreist. Netanyahu hatte das Abkommen mit Teheran als "historischen Fehler" verurteilt. Auch Saudi-Arabien steht dem Atom-Deal mit dem Iran äußerst skeptisch gegenüber.

Die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland hatten am Dienstag vergangener Woche ihre jahrelangen Verhandlungen über ein Atomabkommen mit Teheran abgeschlossen. Die iranische Regierung verpflichtet sich darin zu tief greifenden Einschnitten bei der Urananreicherung und akzeptiert umfassende internationale Kontrollen. Im Gegenzug sollen die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden. Bei Verstößen sollen die Strafmaßnahmen allerdings sofort wieder verhängt werden.

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