Di, 12. Dezember 2017

Ex-Arsenal-Profi

18.07.2015 12:48

Affenlaute der Fans! Rassismus-Skandal in Russland

Der Auftakt der russischen Meisterschaft am Freitag zwischen Spartak Moskau und dem FK Ufa (2:2) ist von rassistischen Schmähgesängen gegen Ufas ghanaischen Legionär Emmanuel Frimpong überschattet worden. Der ehemalige Arsenal-Spieler, der auch schon bei Sturm Graz Probetrainings und ein Testspiel bestritten hatte, zeigte dem Fanblock der Gastgeber als Reaktion auf die Affenlaute den Mittelfinger - das hatte seinen Ausschluss nach einer halben Stunde zur Folge. Im Video oben sehen Sie die Szenen inklusive Stinkefinger ganz genau.

"Ein Mensch sollte nicht rassistisch beschimpft werden. Ich werde eine Strafe bekommen, weil ich verhöhnt wurde", sagte Frimpong nach dem Spiel. Er gab aber zu, seine Coolness verloren zu haben. "Ich zeigte Emotionen auf eine Art, die ein Fehler war. Ich möchte mich dafür entschuldigen."

Ufa wird nicht auf eine Strafe gegen Spartak drängen, wie der Klub-Manager Schamil Gasisow nach dem Spiel bestätigte: "Es war ein unglücklicher Zwischenfall, aber was Frimpong tat, war falsch. Manchmal muss man seine Emotionen einfach im Zaum halten."

Russlands Sportminister beschwichtigt
Russlands Sportminister Witali Mutko warnte davor, den Zwischenfall zum Skandal aufzubauschen. Der Politiker sprach von Einzelfällen, gegen die Russland vorgehe. Für den Kampf gegen den Rassismus sei im März beim Russischen Fußball-Verband RFU auch die Stelle eines Inspektors eingerichtet worden, sagte Mutko der Staatsagentur Tass zufolge.

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