Mo, 11. Dezember 2017

Achtung, Starkstrom!

04.08.2015 10:37

Was ist, wenn ein Marder im Elektroauto wütet?

Macht es sich ein Marder im Motorraum gemütlich, kann das für den Autobesitzer teuer werden. Doch wie sieht es bei Elektroautos aus, durch deren Kabel keine 12 Volt wie in einem herkömmlichen Benziner oder Diesel fließen, sondern bis zu 400 Volt?

Die Hochvoltkabel sind im Normalfall so gut geschützt und abgekapselt, dass ein Marder schwerlich Schaden anrichten kann, sagt Hans-Georg Marmit, Kraftfahrzeugexperte der Sachverständigen-Organisation KÜS.

Hat der Marder es dann doch geschafft an den Hochvoltkabeln zu knabbern, wird das für den Besitzer allerdings eine teure Angelegenheit. Denn wo beim Verbrenner der Austausch eines 12-Volt-Kabels einfach zu bewerkstelligen ist, muss das Hochvoltkabel bei E-Autos aus Sicherheitsgründen komplett ausgetauscht werden. Dazu kommt noch, dass nur speziell ausgebildete Fachleute an solchen 400-Volt-Systemen arbeiten dürfen. Eine x-beliebige Werkstatt kann demnach nicht aushelfen.

Doch zur Beruhigung: Gefährlich ist der Schaden durch die scharfen Zähnchen des Nagers weder für Mensch noch für das Tier selbst. Im Fall eines Kurzschlusses werden die Kabel von der Stromversorgung getrennt, einen tödlichen Stromschlag gibt es nicht. Außerdem halten sich Marder bei Stromern wohl bislang zurück. Vermutlich gefällt es ihnen im wärmeren Motorraum eines Benziner oder Diesels besser - oder E-Autos sind einfach noch zu selten, um Schäden statistisch relevant werden zu lassen.

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