Fr, 24. November 2017

Schlepper verletzt

16.07.2015 14:13

Flüchtling stirbt nach Unfall auf Westautobahn

Bei einem Verkehrsunfall auf der Westautobahn in Niederösterreich ist in der Nacht auf Donnerstag ein syrischer Flüchtling (27) ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen wurden verletzt, darunter der mutmaßliche Schlepper. Der 23-Jährige, ein in Wien lebender russischer Staatsbürger, war laut der Landespolizeidirektion gegen 3.15 Uhr im Bezirk St. Pölten auf einen Sattelzug aufgefahren.

Im Pkw hatten sich vier Syrer im Alter von 16, 22, 25 und 27 Jahren befunden. In Fahrtrichtung Linz kam es im Gemeindegebiet von Markersdorf zu dem wuchtigen Aufprall gegen den Lkw. Der hinter dem Lenker sitzende 25-Jährige, der nicht angegurtet war, wurde aus dem Wagen auf die Fahrbahn geschleudert.

Der 27-Jährige wurde auf dem Beifahrersitz eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mittels hydraulischem Rettungssatz aus dem Auto befreit werden. Er wurde ins Universitätsklinikum Krems eingeliefert, wo er seinen Verletzungen trotz intensivmedizinischer Behandlung erlag.

Antrag auf internationalen Schutz gestellt
Dem Lenker und einem weiteren Insassen gelang es, das Fahrzeug selbstständig zu verlassen. Die syrischen Staatsbürger wurden ins Spital St. Pölten eingeliefert. Sie stellten Antrag auf internationalen Schutz in Österreich, berichtete die Polizei. Der 23-Jährige wurde ins Krankenhaus Amstetten gebracht, wo er am Donnerstag vernommen und über Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten, die U-Haft in Aussicht stellte, in eine Inquisitenabteilung überstellt wurde.

Im Unfallfahrzeug wurde eine Gasdruckpistole sichergestellt. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen auch hinsichtlich des Schlepperverdachtes. Dazu seien weitere nationale und internationale Erhebungen notwendig, hieß es.

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