Do, 14. Dezember 2017

Gemeine Gelüste

24.07.2015 16:45

Warum wir nie Heißhunger auf Salat bekommen

Auf Gesundes wie Salat oder Gemüse haben wir nie Heißhunger, sondern auf Süßigkeiten, Hamburger oder Apfelstrudel. Der Organismus bevorzugt eben Hochkalorisches. Warum, das wissen die Gene.

Für die meisten Menschen steht die Wahl schon fest, wenn sie sich nur den Geschmack vorstellen: Geht es um den Gusto, geben wir Nahrungsmitteln mit Fett und Zucker den Vorzug. Dass danach oft ein schlechtes Gewissen, Sodbrennen und Völlegefühl auftreten, die Waage ausschlägt und die Badehose zwickt, steht auf einem anderen Blatt.

Warum Süßigkeiten, Pizza und Co. so unwiderstehlich sind, erklärt der Physiker und Sportwissenschaftler Mark Apolin aus Wien in seinem Buch "Mach das!" (ecowin-Verlag) wie folgt:

Hunger ist nicht nur ein physiologischer Vorgang und wird im Gehirn im Hypothalamus geregelt, Nahrungsaufnahme steht auch mit Gefühlen und dem Belohnungszentrum in Zusammenhang. Die Gene "wissen" offenbar, dass kalorienarme Speisen einen zu geringen Brennwert zum Überleben haben, und schalten bei Verzicht auf "Alarm". Wer also ohne Stress abnehmen möchte, führt keine strenge Diät durch, sondern reduziert die Energiezufuhr vernünftig. Die einfache Rechnung: Wer mehr Kalorien verbrennt, als er zuführt, verliert Kilos. Das geht noch besser in der Kombination mit Bewegung.

Daher hier noch ein paar Fitness-Irrtümer:

  • Liefern Energy-Drinks Energie für Sportler? Ja, aber nur in Form von Zucker, und das verzögert die Flüssigkeitsaufnahme. Daher zu natriumreichen Wasser greifen.
  • Nur einmal pro Woche sporteln bringt nichts. Keine Ausrede für Faule! Besser einmal die Woche eine Stunde Kraft- und Ausdauertraining als gar keine Bewegung. Besonders Ungeübte profitieren schnell davon.
  • Dunkle Schokolade ist gesünder. Nur in Bezug auf die antioxidative Wirkung von Bitterschokolade, die aber erst ab einer hohen Verzehrmenge auftritt. Hält man sich an das Gebot, dass nur eine bis zwei Rippen pro Tag ohne Reue genossen werden sollten, ist es egal, ob hell oder dunkel.
  • Krafttraining ist nur etwas für Bodybuilder. Falsch. Im richtigen Mix mit Alltagsbewegung und Ausdauersport schützt eine starke Muskulatur vor Rückenschmerzen, Stürzen und formen die Figur.
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