Fr, 20. Oktober 2017

Schützenhilfe

15.07.2015 16:45

Jetzt auch Deutsche gegen umstrittenes Briten-AKW

Symbolträchtige sowie kräftige Schützenhilfe für Österreich im Kampf gegen die britische Milliardensubvention für das AKW Hinkley Point: Ein Bündnis von Stromanbietern und Stadtwerken aus Deutschland schließt sich der rot-weiß-roten Klage beim Europäischen Gerichtshof an. Wie berichtet, hat unsere Regierung vehement gegen das Wahnsinnsprojekt protestiert.

"Wenn London sein Atomprojekt mit staatlichen Fördermitteln im Umfang von bis zu 100 (!) Milliarden Euro unterstützen darf, dann bedeutet das eine klare Wettbewerbsverzerrung vor allem für Ökostrom aus erneuerbaren Energien" - so klar bringen nun auch deutsche Kläger ihre Argumente auf den Punkt. Deshalb ziehen die Stadtwerke Bochum, Tübingen und Mainz mit der Ökostrom AG und der Greenpeace Energy vor das EU-Gericht.

Welle von AKW-Neubauten könnte folgen
Vier Jahre nach dem Super-GAU von Fukushima und dem eingeleiteten deutschen Atomausstieg drohen die Briten nun, über die Hintertür einen brandgefährlichen Nuklear-Präzedenzfall zu setzen. Umweltschützer warnen eindringlich, dass mit dem Projekt Hinkley Point eine Welle von AKW-Neubauten im gesamteuropäischen Raum folgen könnte.

"Beihilfen und Finanzspritzen sind dazu da, neue und moderne Technologien zu unterstützen. Also Konzepte, die im allgemeinen Interesse aller EU-Staaten liegen - und das trifft bei der Nuklearenergie nie und nimmer zu!", wiederholen denn auch SPÖ-Kanzler Werner Faymann und ÖVP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner ihre gemeinsame und mutige Kampfansage. Also ein klares Nein gegen die Milliardensubvention für den Ausbau der teuren und bedrohlichen Atomenergie.

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