Mo, 18. Dezember 2017

Syrer enthüllt:

15.07.2015 06:00

IS will Christentum mit Frauen-Brigade angreifen

Glaubt man dem Präsidenten des Zentrums für Strategie, Militär und Sicherheit in Syrien, Fahad Al-Masri, dann will die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) den "Heiligen Krieg" auch mit Frauen nach Europa tragen. Kämpfer der nur aus Frauen bestehenden Al-Khansaa-Brigade sollen, als Touristinnen getarnt, christliche Zentren wie etwa den Vatikan angreifen.

Die Al-Khansaa-Brigade wurde bereits kurz nach der Eroberung der nordsyrischen Stadt Rakka durch die Extremisten ursprünglich als eine Art weibliche Religionspolizei gegründet. Ihre Aufgabe sei es, die Einhaltung des islamischen Rechts unter Frauen zu kontrollieren und jene zu "bestrafen, die sich nicht an die Gesetze halten", sagte ein IS-Kommandant im Vorjahr der syrischen Beobachterseite SyriaDeeply.

Kampf mit Burka und Kalaschnikow
Videos und Bilder im Internet zeigen Frauen mit Burkas, die mit Kalaschnikows in der Hand durch die Straßen eroberter Städte patrouillieren. Auf anderen Fotos halten Mitglieder von Al-Khansaa - sie gelten als die weibliche Elite des IS - abgetrennte Köpfe von Feinden in die Höhe. Diese Aufnahmen sind das brutale Gegenstück zu Propagandavideos kurdischer Kämpferinnen im Kampf gegen den Islamischen Staat.

Nun sollen die Religionspolizistinnen den "Heiligen Krieg" nach Europa tragen, behauptet jedenfalls Fahad Al-Masri in der englischen Tageszeitung "Daily Mail". Ziel seien christliche Zentren in ganz Europa, die Frauen der Al-Khansaa-Brigade sollen an diesen für Zerstörung und Terror sorgen. Nach Europa einreisen würden die Kämpferinnen als Touristinnen verkleidet, sagt er.

"Es ist das erste Mal, dass Frauen bei derartigen Operationen eingesetzt werden", berichtet der Syrer dem Blatt. Da die europäischen Behörden nach männlichen Attentätern Ausschau halten, würden die Frauen leichter einreisen können. Da viele der Al-Khansaa-Mitglieder zudem ursprünglich aus westlichen Ländern wie Großbritannien oder Frankreich stammen, würden sie in Europa kaum auffallen, argumentiert Al-Masri.

Experte bezweifelt Gefahr durch Kämpferinnen
Ein Sicherheitsexperte hält in der "Daily Mail" aber entgegen, dass es inzwischen für Frauen genauso schwierig wie für Männer ist, nach Europa einzureisen und hier Anschläge durchzuführen. Es sei auch unklar, ob die Gesellschaftsordnung im Islamischen Staat weibliche Attentäter überhaupt erlaubt. Bislang seien jedenfalls noch keine Angriffe durch IS-Terroristinnen bekannt geworden, berichtete das Blatt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden