Fr, 24. November 2017

Bergdramen

14.07.2015 09:46

Zwei Alpinisten in Tirol in den Tod gestürzt

Zu gleich zwei tödlichen Alpinunfällen ist es am Montag in Tirol gekommen: Beim Abstieg von der Balschtespitze auf 2.500 Metern Seehöhe stürzte ein 63-jähriger Fachübungsleiter des Deutschen Alpenvereines in den Tod. Auf dem sogenannten Jubiläumsweg im deutsch-österreichischen Grenzgebiet fiel ein Deutscher (59) etwa 150 Meter in die Tiefe und starb.

Der 59-Jährige war gegen 16.30 Uhr gemeinsam mit vier Freunden im Gemeindegebiet von Weissenbach/Lech im Bezirk Reutte in Richtung Kesselspitze unterwegs. Auf einer Seehöhe von 1.853 Metern wollten die Männer einem mit kurzen Seilsicherungen versehenen Steig folgen. Der 59-Jährige ging als Erster über die Steilstufe, verlor das Gleichgewicht und stürzte rund 150 Meter ab.

Seine Freunde konnten ihren Bergkameraden trotz Erster-Hilfe-Maßnahmen nicht mehr retten, der Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen. Er erlitt tödliche Verletzungen im Kopfbereich. Die Bergung der Leiche sowie der beteiligten Personen wurde von einem Hubschrauber des Innenministeriums durchgeführt.

Absturz durch Felsrinne
Auch der zweite tödliche Zwischenfall ereignete sich im Bezirk Reutte. Gemeinsam mit einer Gruppe von acht Personen unternahm dort ein 63-jähriger Alpinist des Deutschen Alpenvereines eine Wanderung von der Hermann-von-Barth-Hütte auf die Balschtespitze im Gemeindegebiet von Elbigenalp. Beim Abstieg wollte er durch eine mit Schnee bedeckte Rinne absteigen. Als Führer der Gruppe stieg er voraus, um eine Spur im Schnee zu legen. Dabei dürfte er ausgerutscht und durch die Felsrinne abgestürzt sein.

Die Teilnehmer alarmierten sofort über Alpinnotruf die Leitstelle Tirol, der Notarzt aus Reutte konnte jedoch nur mehr den Tod des Abgestürzten feststellen. Die Leiche wurde von einem Polizeihubschrauber geborgen und nach Elbigenalp gebracht. Die Teilnehmer der Gruppe wurden ebenfalls vom Helikopter geborgen und zur nahen Hermann-von-Barth-Hütte geflogen.

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