Mo, 20. November 2017

Finanzchef:

10.07.2015 21:37

Noch zwei Klagen gegen Banken

Als erste geriet die LGT Bank Liechtenstein AG in das Visier des Landes: Sie soll 7,3 Millionen Euro zurückzahlen, die Salzburg bei wilden Spekulationen verloren hat. Und Landes-Vize Christian Stöckl kündigt bereits zwei weitere Klagen gegen Geldinstitute an - diesmal trifft es österreichische Banken.

Die Klage Salzburgs sorgte auch in Liechtenstein für Aufsehen: Stöckl wurde vom dortigen Radio ausführlich befragt, warum die fürstliche LGT Bank vor Gericht gezerrt wird. Fast 1000 riskante Geschäfte im Wert von 10 Milliarden Euro machte Salzburg in nur 22 Monaten bis September 2012 mit dem Institut - und wurde zu immer neuen Spekulationen gedrängt. 7,3 Millionen verspielte das Land, die Bank soll den Schaden ersetzen.

Salzburg trug das volle Risiko beim Zocken
Wie riskant gezockt wurde, zeigt ein Beispiel: Das Land bekam von der Bank 320.000 Australische Dollar (237.000 Euro) als Prämie. Die LGT erhielt dafür das Recht auf eine "Devisenoption": Am fixierten Stichtag zwei Monate später durfte sie Schweizer Franken um 13,3 Millionen vom Land kaufen und ihm 15 Millionen Australische Dollar verkaufen - das Risiko der Wechselkurse trug Salzburg.

Natürlich ging es schief: Das Land verzockte an die 640.000 Euro - zieht man die Prämie ab, bleibt ein Minus von 400.000 Euro. Stöckl: "Die Bank hätte als Beraterin vor dem Risiko warnen müssen - daran war sie nicht interessiert, weil sie bei dieser Devisenoption ja bestens verdiente. Das war eindeutig unvereinbar."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden