Di, 12. Dezember 2017

50.000 Euro Strafe

08.07.2015 15:36

Wer Häuser verfallen lässt, soll zahlen!

Dass die ASVK das Girardihaus als nicht schutzwürdig erachtet, hat die Diskussion über den Schutz der Grazer Altstadt neu entfacht. Die KP fordert Änderungen beim Altstadterhaltungsgesetz. Hauseigentümer, die unter Schutz stehende Gebäude verfallen lassen, sollten demnach künftig hart bestraft werden. Zudem sind die Kommunisten mit der Besetzung der ASVK unzufrieden.

Das Girardihaus in der Leonhardstraße gammelt seit Jahren vor sich hin. Für die zuständige Baustadträtin Elke Kahr (KP) ist es ein Paradebeispiel für die gängige Praxis, dass Investoren alte Häuser dem Verfall preisgeben und darauf spekulieren, dass sie irgendwann zum Abbruch freigeben werden, weil eine Erhaltung nicht mehr wirtschaftlich ist.

„Das steirische Baugesetz reicht nicht aus, um die alte Bausubstanz der Stadt zu schützen“, meint Kahr. Man müsse den Druck auf die Hauseigentümer erhöhen: "Es braucht einen neuen Straftatbestand. Wer der Instandhaltungspflicht nicht binnen einer angemessenen Frist nachkommt, sollte mit einer Geldstraße bis zu 50.000 Euro bestraft werden!", fordert die Stadträtin.

Kritik üben Kahr und ihr Parteikollege Andreas Fabisch an der Besetzung der ASVK. Dort gebe es kaum Historiker, Architekten und Baumeister seien in der großen Überzahl. Die KP befürchtet Interessenkonflikte: "Das muss man von vornherein ausschließen!"

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