Mo, 11. Dezember 2017

"Krone"-Interview

08.07.2015 16:48

Fink: "Pizarro ist für jeden Klub ein Gewinn"

Das idyllische Hotel Das Moerisch in Seeboden am Millstätter See: Ehe Thorsten Fink den freien Nachmittag genießt, spricht Austrias neuer Trainer im Interview mit der "Krone" über das aktuelle Trainingslager, seine Ziele mit Violett und natürlich auch seinen Münchner Nachbarn Claudio Pizarro.

"Krone": Ein Vormittagstraining mit Box-Einlagen in einem eigens aufgebauten Box-Ring – sieht man nicht alle Tage.
Thorsten Fink: Gehört aber mittlerweile zum Fußball dazu, ist extrem wichtig für die Koordination Arme/Beine. Die Spieler waren mit viel Spaß bei der Sache, haben nicht einmal gemerkt, dass sie bei dieser Übung sehr viel gearbeitet haben.

"Krone": Spaß – ist der bei der Austria nach zwei mageren Jahren wieder da?
Fink: Was war, ist abgehakt. Durch die vielen Neuen istein ganz anderer Spirit da, ich lebe nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft, sondern im Jetzt.

"Krone": Dieses "Jetzt" bedeutet, eine neue Mannschaft zu formen – angenehm für einen neuen Trainer?
Fink: Im Prinzip ja, nur braucht es seine Zeit, bis neue Leute integriert sind, Automatismen greifen. Wir werden am Anfang eine gewisse Zeit brauchen, so, wie sich die Mannschaft derzeit präsentiert, habe ich keine Angst, dass das nicht klappt.

"Krone": Aber ein "Knipser" im Angriff fehlt noch – so einer wie Claudio Pizarro.
Fink: Ich kenne den Claudio sehr gut, er ist in München mein Nachbar, seine und meine Kinder gehen auf dieselbe Schule. Eines ist klar: Ein Pizarro ist für jeden Klub ein großer Gewinn. Aber wenn deutsche Klubs bei ihm anklopfen, hast du als Austria Wien kaum Chancen. Und einige Klubs klopfen bei ihm an.

"Krone": Ob mit oder ohne Pizarro: Wo sehen Sie die Austria am Ende der Saison 2015/16?
Fink: Unser Ziel ist es, unter die ersten drei zu kommen, ich bin nicht überheblich und rede vom Meistertitel. Wir können erst in zwei, drei Jahren ernten, was wir jetzt säen, ich nenne gerne Gladbach als Vorbild. Viele Jahre kontinuierliche Aufbauarbeit, jetzt stehen sie in der Champions League.

"Krone": Ist Salzburg, wo Sie ja auch einmal gearbeitet haben, weiter das Maß aller Dinge?
Fink: Wer Geld hat, steht oben – ein Spruch, der stimmt. Es ist aber für andere, auch für uns, alles möglich, wenn man ins Laufen kommt!

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