Fr, 15. Dezember 2017

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08.07.2015 15:29

"Terminator: Genisys": Arnie kann's nicht lassen

Er hat es angekündigt ("I'll be back") und Wort gehalten: Arnold Schwarzenegger ist wieder an Bord des "Terminator"-Reigens, nachdem er für Teil 4 im Jahr 2009 als Gouverneur von Kalifornien nicht zur Verfügung stand. Mit "Terminator: Genisys" (Kinostart: 9. Juli) steigt der 67-Jährige als kämpfender Android nun wieder in den Ring. Das Kampffeld erstreckt sich dabei quer über die Jahrzehnte.

So schickt der Anführer des menschlichen Widerstandes, John Connor (Jason Clarke), aus dem Jahr 2029 seinen engen Vertrauten Kyle Reese (Jai Courtney) zurück ins Jahr 1984. Schließlich hat das den Kämpfern unterliegende Maschinensystem Skynet schon einen Kampfroboter vorausgeschickt, um dort Sarah (Emilia Clarke), die künftige Mutter Connors, zu töten.

Als Reese auf der Erde ankommt, entpuppt sich sein vermeintlicher Schützling aber alles andere als hilfsbedürftig und rettet stattdessen ihn. Schließlich wurden Sarahs Eltern von Maschinen getötet und sie daraufhin vom guten Terminator (aus Teil 2 der Saga) großgezogen.

Der Terminator ist mithin die reife Vaterfigur für Sarah, die er wie in Teil 2 beschützt. Deshalb kämpft er in Teil 5 nun auch gegen sein Alter Ego aus Teil 1, das Sarah ja noch töten wollte. Und gegen das neue Modell T-1000 (Byung Hun Lee), wie aus Teil 2, das sie auch töten möchte. Und gegen den T-3000, eine auf Zellbasis verbesserte Version von John Connor, der seine Mutter töten will, die ihn ja in der aktuellen Realität noch gar nicht geboren hat.

Klingt verwirrend? Ist es auch. Bald kennt sich wohl kaum ein Zuschauer vor lauter Zeitreisen aus - womit er einiges mit den Filmfiguren gemein hat. Eine Reise durch die Zeit ist eben gefährlich, wenn man sich nicht darauf einstellt, dass die Zeitläufe sich dann auch ändern können. Für den Kinobesucher bleibt da nur, sich situationselastisch auf den Genuss des Moments zu konzentrieren.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Alte Liebe rostet nicht: Big Arnie ist zurück und beweist kantig gestählt, dass er als Android keinen Pensionsschock kennt und noch jede Menge Feuerkraft besitzt. Dass sich Schwarzenegger in "Terminator: Genisys" ebenso als Killermaschine wie als Beschützer mit breiter Brust eines biestigen Görs gefällt, macht den Plot unterhaltsam.

Wie auch die Tatsache, dass der gereifte T-800 auf sein 30 Jahre jüngeres Ich trifft - eine Szene, für die es einer filmischen Verjüngungskur im Stil von "Der seltsame Fall des Benjamin Button" bedurfte. Ansonsten passt sich der handfeste Action-Overkill dem Zeitgeist an, lässt den Kalten Krieg mit seiner Nuklear-Paranoia ruhen und umkreist stattdessen den fortschreitenden Kontrollverlust durch vernetzte Technologien in unseren Tagen. Und ja, die Tricktechnik ist great - wenngleich: Der beste Spezialeffekt ist immer noch Arnie selbst: knorrig, steirisch, unkaputtbar. Und diesmal so gar nicht maulfaul!

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