Fr, 15. Dezember 2017

Chaos pur

07.07.2015 08:28

Erneute Ergebnis-Farce bei der Ö-Rundfahrt

Auch am dritten Tag der Österreich-Radrundfahrt ist es wieder zu einer massiven Unzulänglichkeit der internationalen Wettkampfjury gekommen. Die zuständigen Kommissäre der Radsport-Weltverbandes (UCI) korrigierten die Ergebnisse der Etappe und des Gesamtklassements nämlich erst rund fünf Stunden nach dem Rennende am Montagabend. Im Video oben sehen Sie die Highlights der zweiten Etappe.

Davor hatte es auch schon am Samstag beim Prologzeitfahren eine durch Übereifrigkeit der Funktionäre erzwungene Startverzögerung im Team-Zeitfahren gegeben. Die Zeitgutschrift für das betroffene Tinkoff-Saxo-Team, das von einer "Schande" gesprochen hatte, und das Eingestehen der eigenen Verantwortung für die Verzögerungen durch die Jury erfolgte erst am nächsten Tag.

Dieser endete am Sonntag in Scheibbs mit der nachträglichen Korrektur des Gesamtführenden, nachdem die Siegerehrungen samt Fotos und Interviews mit dem vermeintlichen Träger des Gelben Trikots bereits längst beendet waren. Die Wettkampfrichter waren über eine Regel, die bei Zeitgleichheit die Platzziffern aller Etappen als Entscheidungskriterium vorgibt, gestolpert. Das hatte verständlicherweise für großen Unmut beim um die Siegerehrung umgefallenen Spitzenreiter Gerald Ciolek gesorgt.

Am Montag waren es mehrere Stürze in der Schlussphase der Etappe von Litschau nach Grieskirchen, die die Regelhüter bei der Ergebnislistenerstellung offenbar zu den stark verspäteten Korrekturen veranlassten.

Die UCI-Jury unter dem Vorsitz des Niederländers Martijn Swinkels wird bei der Österreich-Rundfahrt von sechs Trainees unterstützt, die dem Vernehmen nach hauptverantwortlich für die dilettantische Abwicklung sein sollen. Diese Missgeschicke fallen in der öffentlichen Wahrnehmung wohl auf die Rundfahrt als Ganzes zurück, die nach dem Abgang von Ursula Riha erstmals von Wolfgang Weiss und einigen neuen Gesichtern im Organisationskomitee abgewickelt wird.

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