Sa, 16. Dezember 2017

Verdächtiger gefasst

06.07.2015 14:42

Kindergärtnerin (43) auf Spielplatz angeschossen

Gefährlicher Zwischenfall am Montagvormittag im Wiener Bezirk Floridsdorf: Eine 43-jährige Angestellte eines Kindergartens, die sich gerade mit ihrer Gruppe im Garten der Einrichtung aufhielt, hörte einen Knall und spürte mit einem Mal Blut im Gesicht. Die Frau war vom Projektil eines Kleinkalibergewehrs am Kopf getroffen worden. Der Schütze, ein 27 Jahre alter Mann, konnte von der Polizei gefasst werden. Er habe eigentlich auf einen Baum feuern wollen, gab er an. Die 43-Jährige wurde ins Spital eingeliefert.

Zu dem Vorfall kam es gegen 10.30 Uhr im Kindergarten in der Kugelfanggasse. Die Pädagogin hielt sich gerade mit ihren Schützlingen und weiteren Kolleginnen im Garten auf, als sie vom Projektil getroffen wurde. Die Kinder dürften dabei nichts mitbekommen haben.

Die Rettung wurde verständigt, sie brachte die blutende 43-Jährige ins Krankenhaus. Die Frau hatte jedoch Glück im Unglück, sie trug keine allzu ernsthaften Verletzungen davon. Der Schädelknochen sei nicht durchschlagen worden, hieß es seitens der Ärzte.

Schütze wollte angeblich auf Baum feuern
Die Polizei nahm nach dem Vorfall sofort die Ermittlungen auf, nur wenig später konnten die Beamten den mutmaßlichen Schützen ausforschen. Der 27-Jährige habe in der Einvernahme angegeben, er habe sich mit einem Freund in einem Keller gegenüber des Kindergartenareals befunden und mit einem Kleinkalibergewehr eigentlich auf einen Baum gegenüber feuern wollen, sagte Polizeisprecherin Michaela Rossmann.

Der Mann verfehlte jedoch das Ziel und traf stattdessen die Kindergärtnerin. Für das Kleinkalibergewehr ist eine Berechtigung erforderlich. Laut Rossmann werde nun überprüft, ob der 27-Jährige über die entsprechenden Dokumente verfügt.

Eine Sprecherin der für die Kindergärten zuständigen Magistratsabteilung 10 sagte, die Eltern der Kinder würden behutsam über den Sachverhalt aufgeklärt. Die näheren Details wären nun Gegenstand von Ermittlungen.

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