Mo, 20. November 2017

Vier-Pfoten-Einsatz

06.07.2015 07:17

Nahost-Krimi um Löwenrettung aus Flüchtlingslager

Nervenschlacht zwischen den Nahost-Fronten um die Rettung von zwei Löwenkindern aus einem Flüchtlingslager im Gazastreifen. Mitarbeiter der österreichischen Tierschutzorganisation Vier Pfoten steckten mit "Mona" und "Max" tagelang im israelisch-palästinensischen Grenzgebiet fest. Die "Krone" war vor Ort dabei.

Sie schmiegen ihre Körper aneinander, lecken das Fell, spielen tollpatschig mit den viel zu großen Pranken. Unter den Argusaugen von Vier-Pfoten-Tierarzt Amir Khalil genießen die Löwenkinder erste Schritte in ihr neues Leben. Doch es wird lange dauern, bis die Narben auf den Löwenseelen verheilt sind.

Rückblick: Geboren in einem Zoo in Ägypten, werden die Babys von der Mutter getrennt. Durch einen Tunnel werden Brüderchen und Schwesterchen in den Gazastreifen geschmuggelt. Dort kauft sie ein Familienvater im Flüchtlingslager Rafah. Für die Kinder, wie er sagt. In Wirklichkeit macht er aus den süßen Raubkatzen Geldmaschinen. Ein Foto, zwei Schekel. Bis dem Palästinenser die Tiere über den Kopf wachsen.

Die Rettungsaktion entwickelte sich rasch zum Spießrutenlauf zwischen den Nahost-Fronten. Denn nach der tränenreichen Verabschiedung durch die Familie von Saed Eldin al-Jamal und Sohn Ibrahim wurden die Aktivisten und die Jungen im Transportkäfig zum Spielball der Erzfeinde.

Am Wochenende schließlich das Happy End: "Sonntagabend gelang uns die Ausreise. Die Tiere sind nun in einem Asyl in Jordanien", so Chef-Veterinär Khalil. In Amman sollen Mona und Max übrigens in "Schalom" und "Salam" umbenannt werden.

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