Sa, 18. November 2017

Österreich-Umfrage

04.07.2015 12:02

56% lehnen Entgegenkommen bei Griechen-Schulden ab

Die Mehrheit der Österreicher (56 Prozent) ist weiterhin dagegen, dass die Europäische Union Griechenland beim Umgang mit seinen Staatsschulden entgegenkommt, 38 Prozent dafür. Das ist das Ergebnis einer am Samstag veröffentlichten Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).

Im Februar hatte eine Befragung im Auftrag der ÖGfE ergeben, dass 58 Prozent gegen und 28 Prozent für ein Entgegenkommen gegenüber Athen waren. "Die Lage hat sich zugespitzt. Daher ist auch die Zahl jener, die Athen verstärkt helfen wollen, in den letzten Monaten von 28 auf 38 Prozent angestiegen", erklärte ÖGfE-Generalsekretär Paul Schmidt dazu in einer Aussendung. Die aktuelle Situation habe zu einer Schärfung des Meinungsbildes beigetragen: "Die Zahl der 'Weiß nicht'-Nennungen ist von 15 auf sechs Prozent zurückgegangen."

Referendum wird "durchaus skeptisch" gesehen
Während sich Befragte mit Hochschulabschluss laut der aktuellen Umfrage zu 64 Prozent für und zu 32 Prozent gegen ein Zugehen auf Griechenland aussprachen, waren unter Personen mit Berufs-, Handels- und Fachschulabschluss 29 Prozent dafür, aber 64 Prozent dagegen.

Die "Entscheidung der griechischen Regierung, die Gespräche mit den Kreditgebern vorläufig zu beenden und ein Referendum anzusetzen", werde in Österreich "durchaus skeptisch" gesehen, so Schmidt. 46 Prozent beurteilten dieses Vorgehen laut der Umfrage "eher negativ", 39 Prozent "eher positiv".

46 Prozent gegen Verbleib von Griechen in Eurozone
Geteilter Meinung sind die Österreicher demnach auch zur Zukunft Griechenlands als Euroland: Auf die Frage, ob Griechenland in der Eurozone gehalten werden solle, antworteten 41 Prozent der Befragten mit Ja, 46 Prozent mit Nein. Im Februar hatten sich 40 Prozent dafür ausgesprochen, dass Athen "weiter am Euro beteiligt bleibt", 42 Prozent waren dagegen gewesen.

Die Umfrage, für die insgesamt 523 Personen wurden österreichweit telefonisch befragt wurden, wurde von 30. Juni bis 1. Juli von der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft im Auftrag der ÖGfE durchgeführt.

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