So, 17. Dezember 2017

"Krone"-Ombudsfrau

08.07.2015 09:00

Zugestelltes Paket wie vom Erdboden verschwunden

Dinge, die eigentlich da sein sollten, können sich in Luft auflösen. Diese Erfahrung musste kürzlich eine Leserin aus Wien machen. Obwohl sie wie ein Haftelmacher hinter der Tür aufgepasst hatte, um den Paketboten nicht zu versäumen, schaffte dieser die Zustellung unbemerkt. Aber das bestellte Packerl tauchte nie auf...

Nach einer längeren Zeit, in der es ihr aus privaten Gründen nicht so gut ging, wollte sich Leserin Melanie M. aus Wien etwas Gutes tun und bestellte online Parfümerie-Artikel. Diese sollten ihr mittels Paketdienst geliefert werden. "Weil ich mir kürzlich den Fuß verstaucht hatte, klebte ich für den angekündigten Liefertermin eine Abstellgenehmigung an meine Türe, falls ich dem Zusteller nicht schnell genug aufmachen kann", schilderte die Leserin. Mehrmals hielt sie im Stiegenhaus Ausschau nach dem Paketboten und rief online die Paketverfolgungsseite ab.

"Um 15.05 Uhr sah ich bei der Sendungsverfolgung plötzlich, dass das Paket vor acht Minuten erfolgreich zugestellt worden sein soll. Es wurde aber weder an meiner Türe geläutet noch geklopft", schrieb Frau M. weiter. Die Leserin schaute daraufhin gleich vor ihre Wohnungstüre, doch von ihrem Päckchen war weit und breit keine Spur. Bei der Hotline des Paketdienstes wurde der Wienerin mitgeteilt, dass die Lieferung als zugestellt vermerkt ist und man wegen der Abstellgenehmigung keine Haftung übernimmt. Wo das Paket in der kurzen Zeit hinverschwunden sein könnte, konnte bisher nicht geklärt werden.

Beim Paketdienst DPD, den wir in diesem Fall kontaktiert haben, bedauerte man die entstandenen Unannehmlichkeiten und informierte uns, dass durch die von Frau M. erteilte Abstellgenehmigung die Haftung auf die Leserin übergegangen sei. Ausnahmsweise sei man aber bereit, in Kulanz den Wert der Sendung zu erstatten.

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