Di, 12. Dezember 2017

Hotels nicht bezahlt

01.07.2015 21:02

Maklerin avancierte im Unterland zur Zechprellerin

Weil ein angeblicher Wasserschaden im Dezember des Vorjahres ihr Zuhause unbewohnbar machte, mietete sich eine 59-jährige Immobilienmaklerin für eineinhalb Monate in ein Apartment sowie in zwei noble Unterländer Hotels ein. Die Rechnungen blieb die gebürtige Wienerin aber schuldig. Am Mittwoch wurde sie verurteilt.

Angaben zu ihrem Einkommen, ihrem Vermögen und zu ihrer aktuellen Wohnadresse wollte die 59-Jährige vor Richterin Helga Moser am Innsbrucker Landesgericht nicht wirklich machen. Auch sonst zeigte sich die Angeklagte gereizt und eher wortkarg. Reue oder Einsicht vermisste man bei der Frau vergeblich.

Schaden über 1600 Euro

Zur Vorgeschichte: Als ihre Wohnung plötzlich unter Wasser stand, musste sich die Unternehmerin Anfang Dezember eine vorübergehende Unterkunft suchen. Zunächst mietete sich die laut Staatsanwalt längst in finanziellen Schwierigkeiten steckende Geschäftsfrau drei Wochen ein Apartment und nächtigte dann in zwei renommierten Hotels. Als sie schließlich ihre Geldbörse zücken sollte, gab die Maklerin an, nicht flüssig zu sein und blieb Rechnungen in der Gesamthöhe von über 1600 Euro schuldig.

"Betrügerin wie im Buche"

"Sie sind die klassische Betrügerin, wie sie im Buche steht", war sich Richterin Moser sicher. Die Zechprellerin wurde zu 1200 Euro Geldstrafe und fünf Monaten bedingter Haft verurteilt. Ihren Anwalt hat sie bereits vor der Verhandlung instruiert, Berufung anzumelden.

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