Sa, 16. Dezember 2017

Bei Pusterwald

01.07.2015 17:30

Freiwillige Helfer packen auf Alm an

Handyempfang gibt es keinen, dafür viel frische Bergluft, eine Menge Arbeit und köstliche Mahlzeiten von der Hüttenwirtin. Elf Freiwillige packen eine Woche lang auf der Grilleralm bei Pusterwald an. Sie entfernen Stauden wie Almrausch oder Wacholder, damit die Kühe mehr Weidefläche haben.

50 Kilometer waren einfach zu viel: So weit ist die Distanz zwischen dem Bauernhof der Familie Leitner in Winklern bei Oberwölz und der Grilleralm, wo seit 15 Jahren in den Sommermonaten die Kühe der Familie weiden. Daher bleibt Martha Leitner von Anfang Juni bis Ende September ständig auf der Alm, melkt die Kühe, stellt Käse und Butter her, bewirtet hungrige und durstige Wanderer.

Auch wenn ihre Familie vor allem an Wochenenden auch auf die Alm kommt: "Für viele Arbeiten bleibt einfach keine Zeit", erzählt Leitner. Umso dankbarer ist sie, dass es heuer bereits zum neunten Mal Unterstützung von Freiwilligen gibt – im Rahmen des Bergwaldprojekts des Alpenvereins, bei dem österreichweit Jahr für Jahr auf etwa 20 Almen angepackt wird.

Ältester Teilnehmer ist 76
"Der Zuspruch ist gewaltig, es gibt sogar eine Warteliste", erzählt Projektleiter Gerhard Fortmüller. "Überwiegend machen bei uns rüstige Pensionisten mit, es sind aber auch immer mehr Junge dabei." Das Verhältnis zwischen den Geschlechtern ist meist ausgeglichen, auf der Grilleralm sind heuer jedoch die Männer eindeutig in der Überzahl. Einer von ihnen, Franz Prehal, ist bereits 76 Jahre alt und voller Tatendrang: "Die Teilnehmer gehen am Ende der Woche zufrieden nach Hause, das ist schön."

Freude kommt bei den Helfern auch auf, wenn der Erfolg über die Jahre gut sichtbar wird. So ist jene Fläche, auf der 2011 ein Brand wütete, mittlerweile wieder saftig grün.

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