Mi, 22. November 2017

Arbeitslosenzahlen

30.06.2015 11:26

Österreich fiel im Mai in EU auf Rang sechs zurück

Österreich ist im EU-Vergleich bei der Arbeitslosenrate weiter zurückgefallen und belegte mit 6,0 Prozent im Mai nur mehr den sechsten Platz in der EU. Im April war die Alpenrepublik mit 5,8 Prozent noch auf Rang fünf gelegen. In der Eurozone blieb die Arbeitslosenquote im Mai gegenüber April unverändert bei 11,1 Prozent. In der gesamten EU lag sie bei 9,6 Prozent, ebenfalls unverändert gegenüber April.

Deutschland verzeichnete mit 4,7 Prozent im Mai die niedrigste Arbeitslosenquote, gefolgt von Großbritannien (5,4%), Malta (5,6%), Luxemburg (5,7%) und Tschechien (5,9%). Für Großbritannien lagen allerdings nur Daten vom März vor. Die höchsten Quoten vermeldeten weiter Griechenland (25,6%) und Spanien (22,5%).

Über 23 Millionen Menschen in EU ohne Job
Eurostat schätzt, dass im Mai in der EU insgesamt rund 23,3 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 17,7 Millionen in der Eurozone. Gegenüber April fiel die Zahl der arbeitslosen Personen in der EU um rund 38.000, im Euroraum um rund 35.000. Gegenüber Mai 2014 verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen in der EU um etwa 1,5 Millionen und im Euroraum um rund 940.000.

Über ein Jahr betrachtet fiel die Arbeitslosenquote im Mai in 22 EU-Staaten, in fünf stieg sie an, in Zypern blieb sie unverändert. Die Anstiege verzeichneten Belgien, Frankreich, Rumänien, Österreich und Finnland. Die stärksten Rückgänge meldeten Litauen, Spanien und Irland.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit lag Österreich im Mai mit 10,1 Prozent auf dem dritten Rang hinter Deutschland (7,1%) und Dänemark (10,0%). Die höchsten Quoten meldeten Griechenland (49,7%), Spanien (49,3%), Kroatien (43,6%) und Italien (41,5%).

Arbeitsmarktdaten für Hundstorfer "unerfreulich"
Als "unerfreulich" bezeichnete Sozialminister Rudolf Hundstorfer die aktuellen Arbeitsmarktdaten. Eine "Revision der Berechnungsmethode" habe Österreich zwei bis drei Plätze gekostet. Martin Gleitsmann, Leiter der sozialpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer, sprach von "besorgniserregenden" Zahlen. Um Beschäftigung zu schaffen, forderte er flexible Arbeitszeitmodelle und eine Senkung der Lohnnebenkosten.

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