Fr, 17. November 2017

Engagement in Tirol

30.06.2015 08:59

Die „Krone“ zu Besuch im Tierheim Mentlberg

Hund, Katz und Co.: Im Tierheim Mentlberg in Tirol herrscht reges Treiben. Die "Krone" machte einen Lokalaugenschein und hat dabei auch den einen oder anderen Exoten entdeckt.

Ein angebundener Hund an einer Stopptafel, eine Gelbwangenschildkröte im Dorfbrunnen, Kaninchen im tiefen Wald, die dort von ihrem Besitzer in einer Schuhschachtel verpackt einfach ausgesetzt wurden. Es vergeht schier keine Woche, ohne dass der "Tierschutzverein für Tirol 1881" mit derartigen Dramen zu tun hat.

Tiere als lästige Anhängsel in den Sommerferien
Und dabei steht jetzt erst eine besonders kritische Zeit bevor. Wenn die ersehnten Sommerferien starten und Sonne, Strand und Meer rufen, werden die Haustiere oft ganz schnell zu lästigen Anhängseln. Oft genug gab es in der Vergangenheit Fälle, wo tierische Lieblinge nicht mehr willkommen waren und skrupellos ihrem Schicksal überlassen wurden.

"Neue Tierklappe wird sehr gut angenommen"
Damit so etwas weniger oft vorkommt, wurde im Innsbrucker Tierheim Mentlberg eine spezielle Tierklappe installiert. Dort können seit Oktober Hund, Katz und Co. anonym abgegeben werden – eine sofortige Fürsorge ist somit garantiert. "Die Klappe wird gut angenommen, im Schnitt ist sie einmal pro Woche besetzt", weiß Mitarbeiter Florian Hörtnagl und fügt an: "Vor kurzem waren sogar einmal an die 30 Ratten drinnen."

Derzeit rund 340 Tiere in Mentlberger Heim
Alles in allem sind derzeit alleine in Mentlberg rund 340 Tiere untergebracht. "Wir sind komplett voll", betont Hörtnagl. Bei rund einem Drittel handle es sich um Fundtiere, die ausgesetzt wurden – oder entlaufen sind und deren Herrln und Frauerln nicht ausfindig gemacht werden können. "Es kam auch schon vor, dass Schildkröten oder Bartagamen gefunden wurden", schildert Hörtnagl ein Beispiel.

Zunehmend Exoten im Tierasyl
Apropos Bartagamen: Immer häufiger bekommen es die Mitarbeiter im Tierheim auch mit echten Exoten zu tun – von Schlangen, Vogelspinnen bis hin zu Skorpionen sei schon alles dabei gewesen. Eine enorme Zunahme gibt es auch bei den beschlagnahmten Tieren. Aktuellstes Beispiel: 26 Hunde, die im März in einem abgelegenen Areal in Tarrenz völlig verwahrlost aufgefunden wurden.

Abgabe meist "mit jeder Menge Scham verbunden"
Dem Besitzer wuchs die Situation scheinbar total über den Kopf. In Mentlberg werden die Vierbeiner seitdem von den Pflegern liebevoll aufgepäppelt. Wenn Besitzer – aus welchen Gründen auch immer – ihr Haustier los werden wollen, sei dies immer noch mit jeder Menge Scham verbunden. Nichtsdestotrotz sollte man aber niemals auf das Wohl des Tieres vergessen!

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