Fr, 24. November 2017

Bei Brauner-Rede

29.06.2015 15:42

NEOS-Aktivisten unsanft aus Gemeinderat „entfernt“

Wer geglaubt hat, dass der 68. Wiener Gemeinderat zum Thema Rechnungsabschluss 2014 eine trockene Angelegenheit wird, hat sich geirrt: Am Montag kam es zu wilden Szenen, und das gleich zum Auftakt. Während der "Alles ist gut"-Rede von Finanzstadträtin Renate Brauner wurde es plötzlich mehr als nur turbulent - siehe auch NEOS-Video oben.

Bei der Budgetrede sprangen plötzlich zehn NEOS-Aktivisten auf, das ziemlich lärmend, und hielten dabei ein Transparent in die Höhe: "Gscheite Kinder statt gstopfte Politiker", war darauf zu lesen. Der Rest ist gut dokumentiert: Unsanft wurden die Pinken von der Rathauswache aus dem Gemeinderat gezerrt, Mundzuhalten inklusive. Zum Glück flogen nicht wie etwa in Südafrika oder in der Ukraine auch gleich die Fäuste.

Brauner: "Auf Nimmerwiedersehen"
Die NEOS-Führung ist ganz aus dem Häuschen. "Die Aktivisten wurden von Brauner mit den Worten 'Auf Nimmerwiedersehen' verabschiedet", ärgert sich Parteichef Matthias Strolz.

NEOS-Spitzenkandidatin für die Wien-Wahl, Beate Meinl-Reisinger: "Die Budgetrede hat deutlich gemacht, dass seitens der Stadtregierung keine Einsicht und keine Besserung in Sicht ist."

Während der Rede von FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus - ein Misstrauensantrag wurde eingebracht - blätterte Brauner dann vergnügt im "Blaubuch" der SPÖ, das alle "FPÖ-Grauslichkeiten" beinhalten soll:

Rathauswache "hat überreagiert"
Der NEOS-Rauswurf hat übrigens Konsequenzen - für einen Mitarbeiter der Rathauswache: Er wurde vom Dienst abgezogen. Der Mann habe "überreagiert", so ein Sprecher der Magistratsdirektion. Mit der Rathauswache werde es nun "sensibilisierende Gespräche" zum Umgang mit solchen Vorfällen geben.

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