Fr, 20. Oktober 2017

"Ecken und Kanten"

29.06.2015 12:24

Baustellensommer in Wien: 50 Hotspots drohen

Pünktlich zu Ferienbeginn startet auch der Baustellensommer in Wien. Sechs Großprojekte wird die Stadt ab 6. Juli in Angriff nehmen. Aus Autofahrersicht werde es vor allem am Gürtel und auf der Linzer Straße einigermaßen ungemütlich werden, meinte Baustellenkoordinator Peter Lenz am Montag. Bei etwaigen Problemen werde man aber versuchen, rasch zu reagieren - siehe auch Video oben.

Wie das Magistrat bereits im Frühjahr angekündigt hatte, wickelt die Stadt heuer insgesamt 12.386 Baustellen ab - von groß angelegten Belagserneuerungen bis zu kleinsten Aufgrabungen. Von den 387 Vorhaben mit Auswirkungen auf den Verkehr werden im Juli und August knapp 50 angegangen. Im Sommer deshalb, weil dann 20 bis 30 Prozent weniger Pkws auf den Straßen unterwegs sind.

"Es wird da oder dort Ecken und Kanten geben"
"Wird alles glattgehen? Nein, das wäre unmöglich. Es wird da oder dort Ecken und Kanten geben", zeigte sich Lenz beim Medientermin - der ausgerechnet im "Raum Ramba Zamba" der Magistratsdirektion stattfand - realistisch. Als eine von zwei besonderen Herausforderungen nannte der Chefkoordinator den Wasserrohrtausch im Abschnitt Neubaugürtel und Hernalser Gürtel: "Hier gibt es keine wirkliche Umleitung." Tagsüber wird hier einer von drei Fahrstreifen gesperrt, am Wochenende oder in den Nachtstunden können es auch zwei sein.

Das zweite Nadelöhr sieht Lenz auf der Linzer Straße. Dort müssen die Wiener Linien im Umfeld des Rapid-Stadions neue Gleise verlegen. Deshalb kann die Straßenbahnlinie 49 im Juli und August zwischen Baumgarten und der Endstation Hütteldorf-Bujattigasse nicht fahren. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet. Für Autos bleibt lediglich ein Fahrstreifen stadtauswärts geöffnet.

Gürtelbrücken-Baustelle geht ins Finale
Ansonsten gibt es gröbere Arbeiten rund um das Krankenhauses Nord, den Hauptbahnhof und bei der Kreuzung Währinger Straße/Spitalgasse, die auch als Knotenpunkt diverser Straßenbahnlinien dient. Mit der Gürtelbrücke geht außerdem eine lästige Langzeitbaustelle ins Finale. Ende August wird die seit inzwischen drei Jahren laufende Instandsetzung endgültig abgeschlossen sein.

Nach den Schwierigkeiten auf der Westeinfahrt im Vorjahr arbeitet man nun nicht nur mit verschiedenen involvierten Stellen - von ÖBB über Polizei bis Autofahrerclubs - zusammen, sondern will auch den Baufirmen genauer auf die Finger schauen. "Bei den großen Projekten haben wir mit den Unternehmen schon vorweg Gespräche geführt. Da bin ich sehr sicher, dass alles gut funktioniert", sagte Lenz. Bei den kleineren Arbeiten werden Kontrollteams vor Ort sein.

Hinweise aus der Bevölkerung will das Magistrat ebenfalls berücksichtigen. Hierfür gibt es eine Infoline - erreichbar unter 01/95559.

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