Fr, 19. Jänner 2018

Auf der Alm...

21.04.2006 15:50

Schweizer Lustknaben locken WM-Witwen

Die Schweizer haben ein Tourismusland mit schönen Bergen, Seen und Wäldern. Und sie sind in pfiffiges Völkchen: Nicht nur, dass die „Nati“ zur WM nach Deutschland fährt, sorgen sich die daheim gebliebenen Burschen um das Wohl der WM-Witwen aus aller Welt. Daher lockt die Tourismuszentrale der Eidgenossen mit halbnackten Beaus um heiße Fantasien bei den künftigen Schweiz-Touristinnen zu wecken.

Wenn am 9. Juni der Startpfiff zum ersten Spiel der WM ertönt, dann werden die Frauen Deutschlands, ja ganz Europas schon längst die Flucht ergriffen haben. In Scharen werden sie in die Alpen geflohen sein, sich in Landgasthöfen einquartiert haben, in der Zürcher Bahnhofsstraße bummeln oder Shiatsu auf der Wellness-Farm genießen. Vertrauensvoll werden sie sich in die Obhut des Biobauern, Kapitäns oder Bergwanderers begeben und dabei deren Sixpacks und Bizepse bewundern.

So zumindest stellen sich die Werber von "Schweiz Tourismus" die Saison 2006 vor. "Frauen, verbringt doch den WM-Sommer dort, wo sich die Männer weniger um Fußball kümmern - dafür mehr um euch", rufen die Eidgenossen ihren Nachbarn zu. Und damit allen Nicht-Schweizerinnen klar ist, welch kernige Kerle sie in den Alpen erwarten, während ihre Süßen schlaff vorm Fernseher hocken, schicken sie einen schwülstigen Werbespot voraus.

Sextourismus in den Schweizer Alpen
In erotisch anmutender Zeitlupe wirft ein Bauer mit nacktem Oberkörper und keck über der Jeans aufblitzendem Unterhosenbündchen zum Alpen-Beat Heu in die Luft, ein Kapitän lässt sinnig-sinnlich ein Tau durch seine Hände gleiten. Waldarbeiter schielen verklärt in die Kamera, nachdem sie ihre Muskeln spielen ließen. Und zu guter Letzt bearbeitet der zum schönsten Mann des Landes gekürte Renzo Blumenthal den Euter einer Kuh - Milch spritzt in den Eimer, bis Mister Schweiz aufsteht, sich lässig gegen das Rind lehnt und ein cooles Lächeln probt, dabei den Melkschemel elegant an den Hintern geknotet. Natürlich lacht dahinter das schweizerische Bergidyll: blauer Himmel über grüner Alm.

Die Werber müssen sich jetzt den Vorwurf gefallen lassen, eine Art Schweizer Sextourismus zu propagieren. In Sachen Erotik treten die Schönlinge von der Alm allerdings sowieso in harte Konkurrenz zu den durchtrainierten Spielern auf dem Rasen - nicht umsonst hat die Fifa diesen verboten, in Ekstase ihre Trikots zu lupfen oder sogar auszuziehen.

Foto:www.MySwitzerland.com

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