Fr, 25. Mai 2018

UNO-Bericht zeigt:

26.06.2015 11:40

250 Millionen Drogenkonsumenten weltweit

Weltweit gibt es schätzungsweise eine Viertelmilliarde Drogenkonsumenten – davon sehr viele ohne die Möglichkeit einer Therapie. "Weltweit hat nur einer von sechs Drogenkonsumenten Zugang zu Behandlung", erklärte Yuri Fedotov, Direktor des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) anlässlich der Präsentation des UNODC-Drogenberichts am Freitag in Wien. 2013 kamen weltweit rund 190.000 Menschen durch Suchtgift ums Leben.

Die Zahl der Suchtgiftkonsumenten weist in absoluten Zahlen zwar ein Plus von drei Millionen im Vergleich zum Vorjahr auf. Unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums sei der Anteil der Drogenkonsumenten - geschätzte 246 Millionen im Jahr 2013 - allerdings stabil geblieben, hält der Bericht fest.

Während der Konsum von Kokain rückläufig war, hat jener von Cannabis und Opioiden zugenommen. Das in Wien ansässige UNODC berichtet von 32,4 Millionen Opioid- und 16,5 Millionen Opiat-Konsumenten weltweit, wies in Zusammenhang mit diesen Zahlen aber auf beschränkt verfügbare Daten hin. Die Zahl der Kokain-Konsumenten wurde auf etwa 17 Millionen geschätzt.

Massiver Anbau von Schlafmohn
Der Anbau von Schlafmohn zur Rohopiumproduktion, dem Grundstoff für Heroin, hat dem Bericht zufolge 2014 mit mehr als 7,5 Millionen Tonnen den zweithöchsten Stand seit 1930 erreicht. Zurückzuführen sei dies auf den Umstand, dass in Afghanistan als dem Hauptanbaugebiet von Schlafmohn die Produktion einen historischen Höchststand erreicht hat.

Das UNODC betont in seinem Bericht die Bedeutung von Schaffung alternativer Einkommensquellen für Bauern, die derzeit auf Grund der sozialen sowie politischen Situation in ländlichen Gebieten auf die Produktion illegaler Drogen angewiesen sind. Aus 40 Jahren Erfahrung wisse man, dass die Schaffung alternativer Einkommen langfristig funktioniert, so die UNODC. Beklagt wird das Fehlen einer ausreichenden finanziellen Unterstützung für solche Entwicklungsansätze. Die OECD-Länder hätten ihre Mittel für diese Zwecke von 2009 bis 2013 um 71 Prozent gekürt. Sie machten nur noch 0,1 Prozent der weltweiten Entwicklungshilfe aus.

Designerdrogen auf dem Vormarsch
Ein großes Kapitel neben den "natürlichen" Suchtmitteln sind in dem Bericht Designerdrogen, allen voran Methamphetamine. Der Konsum von Crystal Meth nehme in Europa und Nordamerika zu, heißt es. Im Dezember 2014 waren dem UNODC 541 sogenannte neue psychoaktive Substanzen bekannt, um 20 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

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