Mi, 22. November 2017

Stockbett gebrochen

25.06.2015 16:55

Ex-Häftling verklagt Republik auf 680.000 Euro

Schmerzen sind für einen Boxer nichts Neues. Doch nach einem Gefängnisaufenthalt muss Helmuth L. (32) nun täglich 16 Schmerztabletten einnehmen, auf Krücken gehen und war sogar vorübergehend an den Rollstuhl gefesselt! Der Auslöser der Misere: ein gebrochenes Stockbett in der Justizanstalt St. Pölten.

"Ich liege im Stockbett unten und auf einmal kracht ein 110 Kilo schwerer Mitinsasse durch das Stockbett von oben auf mich", erinnert sich Helmuth L. im Gespräch mit der "Krone" an den Moment, der sein Leben für immer verändern sollte.

Täglich 16 Schmerztabletten
Seit vergangenen Oktober folgte ein nicht enden wollender Leidensweg, Spitalsaufenthalte und das Ende einer verheißungsvollen Boxer-Karriere. Schmerzhafter Höhepunkt für den Wiener war der Rollstuhl. Mittlerweile ist das Fortbewegungsmittel durch ein Paar Krücken ersetzt, die Schmerzen sind ihm aber geblieben: "Ich muss jetzt täglich 16 Schmerztabletten einnehmen, kann meiner zusätzlichen Arbeit als Heurigenwirt in Stammersdorf nur schwer nachgehen und muss Personal einstellen", erzählt der 32-Jährige.

Mit juristischer Hilfe will der Kämpfer, der laut eigenen Angaben hinter schwedischen Gardinen war, weil er eine Frau auf offener Straße vor einem Schläger beschützt habe, nun auch einen Sieg gegen die Republik erringen und 680.000 Euro einklagen. Der erste Schritt für den Rechtsausleger ist nun der, sämtliche Atteste bei der Finanzprokuratur einzureichen...

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