Mi, 21. Februar 2018

"Syphilis am Arm"

26.06.2015 06:11

Beleidigungen während OP kommen US-Ärztin teuer

Weil sie ihn während der Darmspiegelung unter Narkose schwer beleidigt hatte, muss eine US-Anästhesistin nun tief in die Tasche greifen. Der Patient hatte nämlich zufällig die Aufnahmefunktion seines Handy aktiviert und dadurch im Nachhinein alle Beschimpfungen mithören können. Die Ärztin mokierte sich dabei unter anderem über "Tuberkulose am Penis" und "Syphilis am Arm" des Patienten.

Der Mann aus dem Bundesstaat Virginia wollte eigentlich die Nachbesprechung mit der Ärztin aufnehmen, um ihre Anweisungen auch genau befolgen zu können. Stattdessen zeichnete das Gerät aber auch bereits den Eingriff selbst auf. Als sich der Patient auf der Heimfahrt aus der Klinik das Gespräch dann anhörte, konnte er zuerst seinen Ohren nicht trauen.

"Wollte dir am liebsten ins Gesicht schlagen"
"Bereits fünf Minuten nachdem das Vorbereitungsgespräch zur OP begonnen hatte, wollte ich dir am liebsten ins Gesicht schlagen", erklärt die 42-jährige Anästhesistin auf dem Mitschnitt etwa. Zugleich macht sie sich gegenüber einem Assistenten über die "Tuberkulose am Penis" oder die "Syphilis am Arm" des Patienten lustig. Zudem bezeichnete sie ihn auch als "Vollidioten".

Der geschockte Patient verklagte daraufhin die Ärztin und die behandelnde Praxis. In der Vorwoche bekam er 500.000 US-Dollar (knapp 450.000 Euro) zugesprochen, darunter je 50.000 Dollar für die beleidigenden Aussagen über Tuberkulose und Syphilis. "Wir kamen schließlich zur Entscheidung, dass er sich eine Entschädigung verdient. Allein deshalb, damit so etwas nicht so schnell wieder passiert", erklärte einer der Geschworenen gegenüber der "Washington Post".

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