Sa, 25. November 2017

Polizei ermittelt

25.06.2015 08:26

Katze von Unbekannten mit Pfeil schwer verletzt

Ein besonders gemeiner Fall von Tierquälerei wurde aus Saalfelden in Salzburg gemeldet: Ein Unbekannter schoss am Dienstag mit einem Pfeil auf eine Katze. Das 70 Zentimeter lange Geschoss blieb in der linken Vorderpfote des Tieres stecken. "Luna" überlebte den Angriff nur knapp. Die Polizei sucht nun nach den Tätern.

Die Besitzer brachten die schwer verletzte dreijährige Langhaarkatze "Luna" am Dienstagabend zum Saalfeldener Tierarzt Herbert Neumayr. "Die Katze kämpfte um ihr Leben. Sie hatte einen großen Schock. Der Pfeil blieb zwischen Elle und Speiche stecken. Auf den Röntgenbildern sieht man, dass der Knochen angekratzt ist", schildert der Veterinär.

Stubentiger auf dem Weg der Besserung
In ihrer Panik ist die Katze natürlich geflüchtet, dabei hat sich ihr Bein um 180 Grad verdreht, sie hatte qualvolle Schmerzen. In einer Operation entfernte der Tierarzt das 70 Zentimeter lange Geschoß aus dem linken Vorderlauf. Nach dem Eingriff braucht der Stubentiger zwar noch weiter Schmerzmittel, er war am Mittwoch aber schon auf dem Weg der Besserung, fraß sogar wieder. Am Abend konnte die Familie die getigerte Katze mit nach Hause nehmen.

"Pfeil und Bogen darf jeder zu Hause haben"
Die Polizei ermittelt nun wegen Tierquälerei. Sie befragte auch die Nachbarn der Tierbesitzer, ob sie vielleicht etwas Verdächtiges im Ortsteil Letting beobachtet haben. Veterinär Herbert Neumayr, der selbst auch Jäger ist, meint: "So einen Pfeil und den Bogen dazu darf im Prinzip jeder zu Hause haben. Mich ärgert der sorglose Umgang damit, es handelt sich dabei schließlich durchaus um eine lebensgefährliche Waffe. Man kann etwa einen Hirsch aus eine Entfernung von 100 bis 150 Meter damit erlegen."

Pfotenhilfe bietet 500 Euro für Hinweis
Um diese Tierquälereien zu stoppen und dem Täter das Handwerk zu legen, bevor weitere grausame Taten folgen, setzt der Verein Pfotenhilfe jetzt eine Ergreiferprämie aus. "Wenn Sie etwas Ungewöhnliches beobachtet haben oder Ihnen etwas aufgefallen ist, dann melden Sie es bitte unverzüglich bei der Polizei oder bei der Pfotenhilfe unter der Telefonnummer 01/89 22 377. Auf den zum Täter führenden Hinweis haben wir eine Ergreiferprämie von 500 Euro ausgesetzt", so Sprecher Sascha Sautner.

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