Mo, 26. Februar 2018

"Krone"-Interview

24.06.2015 17:01

Vlado Priborsky: Der Mr. Spielberg von Wien

Diagnose Krebs, Verlust eines Kindes, kein Budget - egal: Vlado Priborsky (39) verfolgt seinen Traum, einen Spielfilm zu drehen. Statt drei Millionen Euro kostet ihn sein Erstlingswerk knappe 20.000 Euro, nach zwei Jahren harter Arbeit feiert es jetzt Premiere. Top: In "Blockbuster" spielt die gesamte heimische Filmprominenz mit - unentgeltlich!

"Krone": Uschi Strauss, Serge Falck, Reinhard Novak, Harald Sicheritz etc. Warum arbeiten alle Stars für dich gratis?
Vlado Priborsky: Mein Spielfilm "Blockbuster" hat alle sehr berührt, weil es um eine echte Story geht, um mein von Schicksalsschlägen gezeichnetes Leben. Nachdem ich im Alter von 26 Jahren die Diagnose Krebs bekommen habe, wird der gesamte Erlös, den wir einspielen werden, auch an die St. Anna Kinderkrebs-Forschung gehen.

"Krone": Du bist weder auf der Filmakademie genommen worden, noch hast du eine Regie-Ausbildung, du arbeitest als Verkäufer für Lkw-Ersatzteile, kein Produktionsbüro noch die Filmförderung haben dich unterstützt: Wie hast du es dennoch geschafft?
Priborsky: Weil ich allen beweisen, will: Du brauchst nicht viel Kohle, um etwas Gutes zu machen. Wenn du etwas wirklich willst, schaffst du das auch. Ich hatte nur 20.000 Euro, habe jede Sekunde der vergangenen Jahre gearbeitet, Film war schon als Bub mein Traum: Und jetzt hat mein 90-minüter Premiere, das Gefühl ist unbeschreiblich!

"Krone": Du nimmst in Blockbuster auch die heimische Filmlandschaft aufs Korn. Denkst du, es wird einem hier besonders schwer gemacht?
Priborsky: Ich bin einfach ein zu kleiner Fisch, ein Film-Nobody, aber mit Visionen, starkem Willen und Glauben. Ich will es in Österreich schaffen, ich liebe dieses Land. Ich arbeite gerade an einer TV-Serie, und ich würde mir wünschen, dass eine Produktionsfirma meinen Film sieht, auf mich zukommt, und mir den Raum gibt, meine Ideen zu verwirklichen.

"Blockbuster" debütiert am Dienstag, 30. Juni, im Wiener Gartenbaukino.

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