Di, 20. Februar 2018

Ziel in Graz:

23.06.2015 15:07

Zehn Prozent weniger Autos

Der Grazer FP-Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio legt ehrgeizige Pläne vor: Bis 2020 soll der Pkw-Verkehr um zehn Prozent reduziert und der Anteil der Öffi-Nutzer um 30 Prozent gesteigert werden. Auch der Radverkehr soll weiter attraktiviert werden. Eustacchio hofft auf den neuen Verkehrslandesrat Jörg Leichtfried.

47 Prozent beträgt derzeit der Anteil des motorisierten Individualverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen in Graz – Eustacchio will den Prozentsatz auf 37 drücken. Dazu ist ein massiver Öffi-Ausbau notwendig. Der hat derzeit einen Anteil von 20 Prozent.

300 Millionen Euro

Auf 300 Millionen Euro taxieren Eustacchio und seine Fachleute im Rathaus die Kosten für den Öffi-Ausbau. Die wichtigsten Maßnahmen: Südwest-Linie, Reininghaus-Linie, Smart-City Linie (alles Straßenbahn). Dazu kämen Bim-Verlängerungen (wahrscheinlich City-Runner und nicht Variobahn) und damit einhergehende notwendige Remisen-Ausbauten. Auch die Busgarage in der Kärntnerstraße pfeift schon aus dem letzten Loch und gehört adaptiert.

Keine Luftschlösser

Eustacchio: "Das sind absolut notwendige Maßnahmen, keine Luxusprojekte." Diesen Befund unterstreicht auch der renommierte Verkehrsexperte Kurt Fallast, der das Maßnahmenpaket mitgeschnürt hat. Fallast sagt aber auch: "Das Ziel, das hier formuliert wird, ist sportlich gewählt. Soll es erreicht werden, muss sofort mit der Umsetzung begonnen werden." Hier spießt es sich, wie Eustacchio kritisiert: "Wir sind bereit, die Projekte auf Schiene zu bringen, aber vom VP-Finanzstadtrat Gerhard Rüsch kommt aufgrund fehlender Mittel ein Nein." Eustacchio hofft auch auf Geld vom Land.

Volle Radwege

Aber nicht nur die Öffis sind, wie schon berichtet, an Kapazitätsgrenzen angelangt – auch manche Radwege (etwa bei der Keplerbrücke) sind es. Auch hier brauche es viel mehr Mittel, klagt Eustacchio. Eine Million stehe derzeit pro Jahr nur zur Verfügung – drei Millionen Euro aber seien zumindest nötig.

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