So, 27. Mai 2018

Erstes Fink-Training

22.06.2015 16:02

Alte Austria-Erfolge? "Das ist alles wurscht!"

Montag, halb zehn, Verteilerkreis. Ein Häuflein Austria-Kicker in hellblauer Trainingsmontur (nur Lukas Rotpuller trug eine dunkelblaue Hose) schlendert gemächlich auf Trainingsplatz IV bei der Generali Arena, erwartet von 200 Fans und Journalisten. "Rekord", behauptet Austrias PR-Chef Pflug. Hauptinteresse galt beim Trainingsauftakt der Violetten vor allem dem Neuen auf der Bank: Thorsten Fink.

Punkt zehn Uhr trommelte er seine Schäfchen zusammen, hielt die erste Ansprache. Von den Neuen waren nur Richard Windbichler und Ognjen Vukojevic anwesend. Bei Olarenwaju Kajode gab es noch Probleme mit dem Visum, die Teamspieler kommen erst nächste Woche. Finks Gestik bei der Ansprache zeigte Entschlossenheit. Was er gesagt habe? "Dass wir hart arbeiten müssen."

Bei der Frage nach konkreten Zielvorgaben hielt sich der 47-Jährige bedeckt, stellte nur klar, dass man in die internationalen Startplätze will. "Die Austria gehört nicht auf Tabellenplatz sieben." Nach der Eröffnungsansprache übernahm Fitness-Coach Nikola Vidovic, bei der anschließenden Hösche zeigte Fink selbst, dass er den Kick noch nicht verlernt hat: "Ich bin durch und durch Fußballer. Aber das war schon sehr anstrengend für mich", grinste er.

Fink: "Alle sind willig, mit Freude dabei"
Für einen Ersteindruck des Teams war es Fink noch zu früh. Logisch. Das Urteil fiel kurz und knapp aus: "Alle sind willig, mit Freude dabei. Ein bisschen wild geht es noch zu. Aber wir wollen etwas entwickeln und uns Stück für Stück nach vorne arbeiten."

Fink strahlte Ruhe aus, eine natürliche Autorität, leitete das Training sehr unaufgeregt. Gefällt ihm etwas nicht, wie etwa Schlampigkeit bei Passübungen, tut er dies aber lautstark kund.

Der gebürtige Dortmunder will auch mit der Nostalgie in Wien-Favoriten aufräumen. Erfolge und Misserfolge aus der Vergangenheit zählen nicht mehr: "Die alten Dinge sind vergessen. Champions League, der siebte Platz letzte Saison - das ist jetzt alles wurscht." Fink will einen gänzlichen Neustart. Der Ex-Bayern-Profi stellte auch klar, dass das Einkaufsprogramm noch nicht abgeschlossen ist. Sportdirektor Franz Wohlfahrt kennt die Namen seiner Wunschspieler. Der Ersteindruck von außen? Es weht ein frischer Wind am Verteilerkreis.

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