Do, 23. November 2017

Überfall in Salzburg

20.06.2015 10:29

Räuber-Quartett erbeutet Goldbarren aus Plastik

Dieser Raubüberfall am Freitagvormittag in der Dreifaltigkeitsgasse in Salzburg erinnert an den Hollywood-Blockbuster "Ocean’s Eleven": Einer von vier Tätern klingelte um 10.55 Uhr mit einem Regenschirm in der Hand beim Edelmetallhändler "Gold Depot". Der Verkäufer (23) schöpfte keinen Verdacht, öffnete mit der Fernbedienung die Tür. Sofort hatte er die Pistole vor der Nase und wurde gezwungen, drei weiteren Männern zu öffnen.

"Der junge Mann wurde gezwungen, sich auf den Boden zu legen und den Tätern zu helfen, oder zumindest zu erklären, wie man den Tresor öffnet", beschreibt die Polizei nach ersten Ermittlungen den Tathergang. Alles spielte sich innerhalb weniger Minuten ab, ein Blitzüberfall, der ein wenig an die "Pink Panther"-Bande erinnert. "Auch hier scheint es sich nicht um eine spontane Tat zu handeln, sondern eher um eine gut organisierte Vorgehensweise", meint Eva Maria Wenzl, Sprecherin der Polizei.

Goldbarren-Attrappen erbeutet
Die Beute der vier Männer - sie waren mit weißen Handschuhen unterwegs, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen - zeugt aber eher davon, dass der Überfall doch nicht so gut durchdacht war. Zwar verstauten die Täter wertvolle Münzen, Uhren, einen Silberbarren und Bargeld in einem schwarzen Rucksack, doch die zehn Goldbarren, die sie an sich nahmen, sind wertlos. In der Hektik erwischten sie nämlich Attrappen aus Plastik, das viel zu geringe Gewicht von nur einem Kilogramm schien ihnen nicht aufgefallen zu sein.

Bisher keine Spur von den vier Räubern
Nach dem Blitzüberfall leitete die Polizei eine Alarmfahndung ein, der Hubschrauber kreiste stundenlang über der Stadt, alle verfügbaren Kräfte waren mit der Suche beschäftigt. Bis zum späten Abend ohne Erfolg, obwohl sogar das grenznahe Bayern miteinbezogen worden ist. Die Täter dürften sich sehr sicher gefühlt haben, denn keiner von ihnen trug eine Maske. Alle sind auf den Bildern der Überwachungskameras gut erkennbar.

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