So, 25. Februar 2018

Neue Projekte

19.06.2015 17:39

Geld für Kultur gesucht

Eine Artothek, wo sich Private Kunst ausleihen können, eine millionenschwere "EXPO" in den Regionen, eine Art "Haus der Musik" im Palais Attems. Die sterische Landespolitik denkt große Kulturprojekte an – ob diese auch finanzierbar sind, wird die Zukunft zeigen, wie VP-Landesrat Christian Buchmann im Gespräch mit der "Krone" festhält.

Das Regierungsabkommen von SPÖ und ÖVP umfasst einige Absichtserklärungen zu größeren kulturellen Vorhaben. Landesrat Christian Buchmann: "Es war uns wichtig, sich zu den bestehenden Institutionen zu bekennen, aber wir möchten auch Neues vorantreiben. Die Verwirklichung hängt natürlich von der Budgetlage ab – wir befinden uns immer noch in einem schwierigen finanziellen Kontext."

"Steiermark-EXPO"
Der Wunschkatalog des Landesrats umfasst etwa eine "Steiermark-EXPO", die Buchmann nicht als Neuauflage der alten Landesausstellungen verstanden wissen will. Die ressortübergreifende Idee sei, eine alle zwei oder drei Jahre in den Regionen stattfindende Veranstaltung zu etablieren, welche die technologischen, sozialen und wissenschaftlichen Innovationen der Steiermark mit künstlerischen Mitteln in die Auslage stellt. Buchmann: "So etwas lässt sich nicht mit Kulturgeld finanzieren. Unter fünf Millionen Budget hat eine solche EXPO wahrscheinlich keinen Sinn, zehn Millionen wären wohl gescheiter." Die Idee müsse nun in der Koalition diskutiert werden.

"Musikwerkstatt" im Palais Attems
Für das Grazer Palais Attems denkt man an eine Öffnung des Hauses mittels einer „Musikwerkstatt“. Seitens der Landesimmobiliengesellschaft gab es den Vorschlag, das Palais in der Sackstraße zu veräußern. Das hält Buchmann für nicht sinnvoll. "So ein Baujuwel kann man nicht so einfach einer gewerblichen Nutzung zuführen. In Wien gibt es ja das Haus der Musik, das in Sachen Kulturvermittlung für Junge sicher state of the art ist." Mathis Huber, der Intendant der "styriarte" (die ja im Gebäude residiert) habe bereits "ähnliche Gedanken" für das Attems gewälzt. Auch hier gilt: Ein solches Großprojekt für das gesamte Palais mit dem Knowhow der "styriarte" ist nicht aus dem Kulturbudget laufenden finanzierbar.

Widerstand im Universalmuseum Joanneum
Buchmann wünscht sich außerdem, dass ehrenamtliche Mitarbeiter im Betrieb des Universalmuseums Joanneum eingebunden werden. Weniger aus Spargründen, sondern um die Identifikation mit den Häusern in der Bevölkerung zu stärken: eine Überlegung ganz nach Vorbild britischer Museumspraxis. Außerdem solle das UMJ eine "Artothek" aufbauen, bei der sich Private Kunstwerke ausleihen könnten. Gegen beide Vorschläge gebe indes erhebliche Bedenken seitens der Joanneumsdirektion.

Auf keinen Fall sollen solche größeren Projekte die Fördersituation belasten, das Volumen der mittelfristigen Subventionsvereinbarungen wolle man, so Buchmann, halten.

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