So, 20. Mai 2018

Tirolweite Umfrage

18.06.2015 15:42

Mehr Angst vor Erdbeben als vor Muren & Co.

Vor welchen Naturgefahren fürchten sich die Tiroler am meisten? Das wollte die Tiroler Versicherung genau wissen und führte diesbezüglich eine landesweite Umfrage durch. Überraschendes Ergebnis: Sechs von zehn Personen sehen aktuell in Erdbeben die größte Bedrohung. Muren, Hochwasser & Co. kommen erst danach.

Nicht zuletzt die heftigen Unwetter in Sellrain und See haben uns allen wieder einmal vor Augen geführt, welch unbändige Gewalt die Natur freisetzen kann. Aus gegebenem Anlass führte die Tiroler Versicherung daher eine repräsentative Online-Umfrage hinsichtlich Naturgewalten, Risikobewusstsein und Sicherheitsempfinden durch. Befragt wurden insgesamt 213 Privatpersonen sowie 111 von den 279 heimischen Gemeinden. Die Ergebnisse sind – gelinde ausgedrückt – überraschend.

Erdbeben vor Muren, Hochwasser und Lawinen

So sieht die Mehrheit der Tiroler etwa nicht in Hochwasser oder Muren die größten Bedrohungen, sondern in Erdbeben. 62 Prozent der Befragten, also sechs von zehn, gaben an, sich vor derartigen Gefahren am meisten zu fürchten bzw. diese für am ehesten möglich zu halten. Erst danach folgen Muren (43 %), Hochwasser (42 %) oder Lawinen (17 %).

"Das Ergebnis ist, vor allem hinsichtlich der Ereignisse in Sellrain und See nicht wirklich nachvollziehbar. Gründe könnten jedoch die schweren Erdbeben in Nepal Ende April sein", sind sich Walter Schieferer, Vorstand der Tiroler Versicherung und Ingrid Steiner (Marketing) einig.

Was die Einschätzung alltäglicher Bedrohungen anbelangt, nannten die Befragten Hagel (95 %) vor Sturm (92 %), Feuer (91 %) sowie Blitzschlag (86 %).

Gemeinden: Muren die größte mögliche Gefahr

Etwas anders sieht es bei den Gemeinden aus. Dort werden Muren als die größte mögliche Gefahr (50 %) eingeschätzt, gefolgt von Hochwasser (47 %), Erdstößen (41 %) und Lawinen (19 %). Bei den alltäglichen Gefahren wird auch bei den Gemeinden Hagel (93 %) am öftesten angegeben.

Unklarheiten hinsichtlich Versicherungsschutz

Aufklärungsbedarf gebe es bei den Privaten beim Versicherungsschutz. "Ein Drittel der Befragten weiß nicht, ob sie gegen Hochwasser, Muren, Erdbeben und Lawinen versichert sind. Ähnlich verhält es sich auch bei den Gemeinden", weiß Schieferer, der sich eine Pflichtversicherung vorstellen könnte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden