Do, 23. November 2017

Neue Partnerschaft?

18.06.2015 15:13

OMV will bei „Nord Stream“ einsteigen

Die OMV will offenbar enger mit dem russischen Gazprom-Konzern kooperieren. Wie nun bekannt wurde, will sich der heimische Mineralölriese am Bau zweier neuer Stränge des Pipeline-Systems "Nord Stream" in der Ostsee beteiligen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten OMV-Vorstand Manfred Leitner und Gazprom-Chef Alexej Miller am Donnerstag im russischen St. Petersburg.

Bei seinem Arbeitstreffen mit Miller habe Leitner auch unverbindlich vereinbart, eine mögliche Beteiligung der OMV an der Entwicklung weiterer Fördergebiete im russischen Öl- und Gasfeld Urengoy (Urengoj) zu prüfen. Im Fall einer Beteiligung könnte es auch zu einem Asset-Tausch kommen, teilte die OMV in einer Aussendung mit.

In der Nord Stream AG hält der russische Gasmonopolist mit 51 Prozent die Aktienmehrheit. Die BASF-Tochter Wintershall, von der auch der künftige OMV-Chef Rainer Seele kommt, und die E.ON Ruhrgas halten je 15,5 Prozent und die holländische Gasunie sowie die französische GDF Suez je neun Prozent.

Ukraine als Transitland umgehen
Mit "Nord Stream" will Russland die Ukraine als Transitland umgehen. Der Plan ist, dass ab 2020 kein russisches Gas mehr durch das krisengeschüttelte Land nach Westeuropa fließt. Im Jänner dieses Jahres hatte Gazprom zunächst angekündigt, keine weiteren "Nord Stream"-Röhren mehr zu bauen. Doch der Energiehunger Westeuropas soll nun mit einem weiteren Ausbau gestillt werden.

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