Mo, 20. November 2017

Neue Möglichkeiten

17.06.2015 16:37

Gemeindebau: So kommt man zur eigenen Wohnung

16.500 Menschen warten auf eine Wiener Gemeindewohnung. Für sie, aber auch für alle anderen, die eine geförderte Miet-, SMART- oder Genossenschaftswohnung haben wollen, eröffnen sich ab 1. Juli neue Möglichkeiten. Die Vergabe wird vereinheitlicht, Auswahl und Angebot vergrößert. Strengere Regeln gibt es im Gemeindebau.

Zentrale Anlaufstelle ist die Wohnberatung in der Guglgasse 7–9. Nach der Anmeldung bekommt jeder ein "Wohn-Ticket" - eine Art Eintrittskarte zum gesamten kommunalen und geförderten Wohnbau. Je nach persönlichen Voraussetzungen und Wünschen erhalten Interessenten dann Angebote aus dem Gesamtpool und nicht mehr nur aus "einer Schiene". Wer eine Gemeindewohnung will, für den gelten strengere Regeln:

  • Bonus-System: Wer länger in Wien lebt, rückt in der Reihung vor. Nach fünf Jahren werden drei Monate gutgeschrieben. Maximalbonus nach 15 Jahren: neun Monate.
  • Missbrauch, um sich mittels "Überbelag" eine größere Wohnung zu erschwindeln, wird härter bekämpft. Bei "dringendem Wohnbedarf" zählt nur noch die "Kernfamilie" (Kinder, Enkel) und nicht mehr Nichten, Cousins etc.

"Unser Maßnahmenbündel ist fair und Teil einer langfristigen Strategie", so Wohnbaustadtradt Michael Ludwig. Ein Ziel sei es, die Wartezeit für Wohnungssuchende zu verkürzen. Der Haus- und Grundbesitzerbund sieht "interessante Ansatzpunkte", fordert jedoch eine Staffelung der Gemeindebau-Mieten nach Einkommen. Gutverdiener sollten mehr bezahlen.

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