Sa, 24. Februar 2018

Streit mit der NATO

16.06.2015 16:33

Putin stockt Russlands Atomraketen-Arsenal auf

Russland wird sein Atom-Arsenal in diesem Jahr um mehr als 40 Interkontinental-Raketen aufstocken. Das gab Präsident Wladimir Putin am Dienstag auf einer Militärmesse im russischen Kubinka bekannt. Sie könnten auch die modernsten Flugabwehrsysteme überwinden, sagte er. Der stellvertretende Verteidigungsminister Anatoli Antonow warf der NATO vor, Russland zu einem neuen Wettrüsten zu zwingen.

Am Montag hatte Russland wegen der geplanten Verstärkung der US-Militärpräsenz in Osteuropa mit erheblichen Konsequenzen gedroht. Zuvor war bekannt geworden, dass die Vereinigten Staaten erwägen, schweres Militärgerät in mehrere Länder Osteuropas und des Baltikums zu verlegen. Ziel sei es, Russland von einer Aggression in Europa abzuschrecken, berichtete die "New York Times".

Polen und Litauen bestätigten, dass es mit der US-Regierung Gespräche über die Stationierung schwerer Waffen in ihren Ländern gibt. Polens Verteidigungsminister Tomasz Siemoniak erklärte, er erwarte eine US-Entscheidung in den kommenden Wochen. Die osteuropäischen Staaten fühlen sich angesichts der Ukraine-Krise von Russland bedroht und wünschen sich zur Abschreckung eine wesentlich stärkere NATO-Präsenz.

Zahl der NATO-Manöver in Osteuropa erhöht
Die NATO hat die Zahl ihrer Manöver in Osteuropa in den vergangenen Monaten stark erhöht, außerdem rotieren inzwischen ständig westliche Truppen durch die Staaten an der Ostflanke. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte jedoch deutlich gemacht, dass sie eine dauerhafte Stationierung von NATO-Kampftruppen in Osteuropa als Verstoß gegen die NATO-Russland-Grundakte von 1997 ablehnt.

Die Beziehungen zwischen Russland und der NATO sind wegen der Kämpfe in der Ukraine gespannt. Der Westen wirft der Regierung in Moskau vor, die prorussischen Separatisten mit Waffen und Soldaten zu unterstützen. Russland hat dies aber stets zurückgewiesen.

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