Di, 21. November 2017

Frieden in Gefahr?

15.06.2015 20:11

Wirbel um Mercedes-Werbung MIT Anna Fenninger

Von wegen Frieden um Anna – jetzt geht's erst los! Fünf Tage nach dem Gipfel in Salzburg mit gegenseitigen Liebes-Bezeugungen eskalierte der Ski-Krieg zwischen ÖSV und Anna Fenninger erneut. Weil im Nachrichten-Magazin "profil" eine (nicht erlaubte) Mercedes-Werbung mit der Olympia-Siegerin erschienen war.

Bis spät in die Nacht hatte am vergangenen Mittwoch der runde Tisch in Salzburg zwischen dem ÖSV und Anna Fenninger samt Manager Klaus Kärcher gedauert. "Ein richtig gutes Gespräch", betonten nachher beide. Man habe sich ausgesprochen, verständigt und verstanden. Auch die Anwälte, die dabei waren, nickten zustimmend. 120 Stunden später war klar, dass es nur einen Schein-Frieden gegeben hatte. Das am Montag erscheinende "profil" sorgte unfreiwillig für riesige Aufregung: Auf einer einseitigen Anzeige wirbt Anna mit der Automarke Mercedes – ein Stich ins Herz des Audi-Partners ÖSV.

Präsident Peter Schröcksnadel war auf 180: "Ich möchte meinen immer diplomatischen Generalsekretär Klaus Leistner zitieren: Jetzt fühle ich mich verarscht." Dem Gipfel war Schröcksnadel bewusst ferngeblieben, um Ruhe einkehren zu lassen. Nun verhehlt der 73-Jährige seinen Zorn nicht: "Wir haben Manager Kärcher und Anna aufgefordert, diese Werbekampagne binnen zwei Tagen zu stoppen. Das kann doch nicht sein. Und ich werde auch die Präsidenten-Konferenz mit diesem Thema beschäftigen."

Gegenüber dem ÖSV rechtfertigte sich der deutsche Manager der Olympiasiegerin, dass Anna in dieser Anzeige lediglich als Laureus-Botschafterin (Anm. eine Mercedes-Aktion) im Einsatz sei. Und man diese Werbung schon vor dem großen Gipfel geschalten habe. "Mit den ÖSV-Vertretern Dr. Klaus Leistner und Hans Pum wurde sehr wohl das Thema 'Laureus Sports For Good', das maßgeblich von Mercedes Benz unterstützt wird, besprochen", hieß es in einer Aussendung von Anna Fenninger.

Ebenfalls seien die Herren darüber informiert worden, dass es eine Medienkampagne gemeinsam mit Mercedes zur Unterstützung dieses Engagements geben werde. "Wir sind daher sehr überrascht, wie dieses Thema Seitens des ÖSV in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Wir wollen nochmals festhalten, dass die Mercedes-Kampagne ausschließlich im Zusammenhang mit Anna Fenningers sozialen Engagement für Laureus und ihrer Rolle als Botschafterin für den Cheetah Conservation Fund (CCF) und ihre Unterstützung für die Geparden zu sehen ist."

ÖSV-Partner Audi kann diesen Argumenten wenig abgewinnen, zitierte Schröcksnadel zum Gespräch. Dass der Skiverband seine Anwälte erneut miteinbezogen hat, versteht sich von selbst.

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