Sa, 24. Februar 2018

"Krone" vor Ort

11.06.2015 19:34

Hier in Moskau kann ÖFB-Team Geschichte schreiben!

Spartacus, Anführer eines nach ihm benannten Sklavenaufstandes im Römischen Reich der Antike, steht in Moskau überdimensional vor dem Eingang zur Otkrytije-Arena, jenem Stadion, wo Österreich Sonntag mit einem Auswärtssieg Geschichte schreiben kann. Nicht nur weil es der erste Erfolg in Russland seit 1961 wäre, sondern wohl den entscheidenden Schritt zur EURO 2016 bedeuten würde.

Was Spartacus mit dem Stadion zu tun hat? Ganz einfach: Die Otkrytije-Arena ist Heimstätte von Spartak Moskau, jenes Klubs, der 1922 unter dem Namen "MKS" von vier Brüdern gegründet worden war. Nikolai Starostin, einer der vier Brüder, schlug 1936 den Namen "Spartak" vor, auf die Idee kam er beim Lesen eines Buches über Spartacus.

Starostin-Brüder dank Bronzefiguren allgegenwärtig
Nikolai Starostin sowie seine Brüder Aleksandr, Andrej und Pjotr sind im Stadion nach wie vor allgegenwärtig: Bronzefiguren von ihnen stehen unmittelbar neben einem Tor, sogar einen eigenen Rasen hat man ihnen hingelegt – so sehen die Brüder weiterhin jedes Spiel, auch jenes am Sonntag.

Nicht die einzige Besonderheit der Otkrytije-Arena: Das Stadion wurde nämlich vor den Toren Moskaus auf dem ehemaligen Flugfeld Tuschino errichtet, die sowjetische Armee präsentierte früher auf diesem Gelände stets ihre neuesten Flugzeugtypen.

"Schmuckkasterl" mit 42.000 überdachten Sitzplätzen
Fertiggestellt wurde die Arena (Namensgeber ist eine Bank), die von außen sehr der Allianz Arena in München ähnelt, nach mehreren Bauverzögerungen erst vor einem Jahr – dafür ist sie ein "Schmuckkasterl": 42.000 überdachte Sitzplätze, 50 VIP-Logen, ein spezieller Grassamen sorgt dafür, dass der Rasen auch den strengen russischen Winter überlebt, eine eigene Metro-Station namens "Spartak" wurde auch gebaut. Alles natürlich bereits Blickrichtung 2018, wo die Arena eine WM-Austragungsstätte ist.

Russlands Nationalmannschaft bestritt erst ein Spiel in der Otkrytije-Arena, am 12. Oktober 2014 gab es ein 1:1 gegen Moldawien – ein Ergebnis, mit dem wir am Sonntag sehr gut leben könnten. Wie einst Spartacus die Römer hätten unsere Kicker den "russischen Riesen" in die Knie gezwungen.

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