Mo, 20. November 2017

Angst und Sorge

11.06.2015 08:43

Asyl: „Kochender Topf droht zu explodieren“

Nach Traiskirchen erreicht die Innenministerin nun auch ein Hilfeschrei aus Oberösterreich. Der Vöcklabrucker ÖVP-Chef Anton Hüttmayr warnt seine Parteifreundin per Brief, dass die Situation im Asylbereich aus dem Ruder zu laufen drohe. Seine klaren Worte: "Ein kochender Topf läuft Gefahr, zu explodieren."

Wie von der "Krone" berichtet, starteten am Dienstag 600 Traiskirchner einen Protestmarsch zum Ministerium von Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Anlass waren das heillos überfüllte Erstaufnahmezentrum, die Zeltstädte und der politische Schlagabtausch. In Oberösterreich ist die Situation nicht viel anders: Auch im Erstaufnahmezentrum West in Thalham platzt alles aus den Nähten, auch hier wurden Flüchtlinge (wie in Linz) in Zelte gesteckt. Weshalb der Landtagsabgeordnete Anton Hüttmayr in einem Brief Alarm schlägt.

"Situation ist angespannt"
"Persönlich erlebe ich seit ca. drei Monaten eine enorm angespannte Situation in der Bevölkerung, welche sich aus Sorge, Angst und Ärger aufschaukelt. Es kann und darf nicht sein, dass die bestimmt schwierige Situation aus dem Ruder läuft." Ihm sei klar, dass besonders Kinder und Frauen und auch vom Krieg direkt Betroffene immer Hilfe zuteil werden müsse. Aber: "Die Bürger verstehen in keiner Weise, dass zirka 90 Prozent aller Flüchtlinge relativ junge Männer sind. Die jetzige Situation spitzt sich enorm schnell zu, sodass ein bereits kochender Topf Gefahr läuft, zu explodieren."

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