Sa, 20. Jänner 2018

Fast-Food-Forschung

18.04.2006 14:44

McDonald's ist weltweit unterschiedlich

Überall, wo McDonald’s draufsteht, ist McDonald’s drin. Die Fast-Food-Kette hat akkurate Standards, denen alle Lokale der Franchise-Kette entsprechen müssen. Ein Hamburger ist ein Hamburger ist ein Hamburger, und das auf der ganzen Welt. Doch was gleich aussieht und ziemlich gleich schmeckt, zeigt bei genauerer Betrachtung große Unterschiede.

Das Essen unter dem Zeichen des großen gelben „M“ ist weltweit nicht überall gleich (un-)gesund, wie jetzt eine dänische Studie ans Licht gebracht hat. Demnach ist McIrgendwas in Dänemark am gesündesten, im McDonald’s-Heimatland USA am ungesündesten.

Zu viel Transfett
Ein Menü aus Chicken McNuggets und Pommer Frites enthält in den USA beispielsweise 10,1 Gramm Transfettsäuren, in Frankreich 5,9 Gramm und in Dänemark nur 0,33 Gramm, erläutert Untersuchungsleiter Stehen Stender. Transfettsäuren sind schädlich für Herz und Blutgefäße. In Dänemark drohen Nahrungsmittelherstellern bis zu zwei Jahre Haft, wenn in ihren Produkten mehr als zwei Prozent Transfettsäuren enthalten sind. 

Stender beziffert die Schädlichkeit der Transfette mit einer Steigerung von Herzkrankheiten von 25 Prozent bei fünf Gramm Transfett pro Tag. Hersteller verwenden es, um Kosten zu senken – zulasten der Konsumenten.

KFC am schlimmsten
Die Forscher untersuchten 24 Proben von McDonald’s-Gerichten und 19 von Kentucky Fried Chicken. Die große Portion Chicken Nuggets mit Pommes Frites aus einem ungarischen KFC enthielt insgesamt die höchste Menge an Transfettsäuren: fast 25 Gramm!

Die Studie des Gentofte Universitätskrankenhauses wurde im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.

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