Do, 22. Februar 2018

Bombe gezündet

10.06.2015 16:52

Anschlag vereitelt: Tote und Verletzte in Luxor

Ägyptische Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben einen Selbstmordanschlag in der Touristenstadt Luxor vereitelt. Sicherheitskräfte hätten zwei Attentäter bei einem Schusswechsel nahe dem bekannten Karnak-Tempel getötet, hieß es. Mehrere Menschen seien bei dem Anschlagsversuch verletzt worden, Touristen seien jedoch nicht darunter. Zumindest ein Sprengsatz soll laut Medienberichten nahe dem beliebten Touristenziel detoniert sein, was die Behörden allerdings bislang noch nicht bestätigten.

Der Anschlag ereignete sich vor den antiken Tempeln von Karnak, die wie der Luxor-Tempel zum UNESCO-Weltkulturerbe und damit zu den Hauptzielen von Ägypten-Reisenden gehören. In übereinstimmenden Berichten war von drei Attentätern die Rede, über den genauen Verlauf gab es jedoch widersprüchliche Informationen.

Innenministerium: Zwei weitere Attentate vereitelt
So meldete die Nachrichtenagentur Mena unter Berufung auf einen Vertreter des Innenministeriums, die Angreifer hätten zunächst einen Touristenbus ins Visier genommen und seien dann unter Beschuss von Sicherheitskräften geraten. Das Innenministerium erklärte, Anschläge von zwei weiteren Attentätern vereitelt zu haben.

Augenzeugen berichteten dagegen, die drei Angreifer hätten versucht, eine Absperrung zu durchbrechen und in die Tempelanlage vorzudringen. Einer von ihnen habe sich in die Luft gesprengt, während sich die anderen beiden einen Schusswechsel mit dem Sicherheitspersonal geliefert hätten. Dabei sei einer getötet, der andere schwer verletzt worden.

Tempelanlage ist Touristenmagnet
Die größte ägyptische Tempelanlage im oberägyptischen Karnak nordöstlich von Luxor ist ein Touristenmagnet. Im Jahr 1997 war Luxor Schauplatz eines schweren Anschlags, als militante Islamisten vor dem Totentempel der Pharaonin Hatschepsut Dutzende Touristen erschossen.

Zu dem Anschlagversuch in Luxor bekannte sich zunächst niemand. Erst vergangene Woche hatten in der Nähe der weltberühmten Pyramiden von Gizeh bei Kairo Männer von einem Motorrad aus zwei Angehörige der Sicherheitskräfte erschossen.

Präsident geht hart gegen Muslimbruderschaft vor
Der Tourismus ist eine der Haupteinnahmequellen für das nordafrikanische Land, in dem Präsident Abdel Fattah al-Sisi mit harter Hand gegen die islamistische Muslimbruderschaft vorgeht. Radikale Moslems haben zuletzt bei Anschlägen auf Polizeiwachen und Militärkontrollpunkte Hunderte Menschen getötet.

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