Mo, 20. November 2017

Von Tirol bis NÖ

09.06.2015 19:18

Spur der Verwüstung nach Unwettern in Österreich

Schwere Unwetter haben in den vergangenen Tagen vor allem in Tirol, aber auch in Salzburg, Ober- und Niederösterreich für zum Teil verheerende Schäden gesorgt. Laut Landeshauptmann Günther Platter beträgt der Schaden alleine in Tirol rund 30 Millionen Euro. 50 Prozent des Privatschadens sollen aus Mitteln des Katastrophenfonds übernommen werden. Die Wetterlage ist laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) weiterhin noch keineswegs entspannt.

Vizekanzler Reinhold Mitterlehner kündigte am Dienstag an, die Betroffenen der Unwetter aus dem Katastrophenfonds finanziell zu unterstützen. Finanzminister Hans Jörg Schelling habe entsprechende Hilfe zugesagt. "Im Anschluss an die Ersthilfe für die Betroffenen geht es darum, möglichst unbürokratisch finanzielle Hilfe zu leisten", so Mitterlehner via Aussendung.

Aufräumarbeiten in Tirol im Gange
Die Aufräumarbeiten nach den verheerenden Unwettern am Sonntag und Montag im Sellrain- und im Paznauntal in Tirol werden wohl mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Teilweise waren Häuser bis in den ersten Stock mit Schlamm, Schotter und Erdreich verschmutzt, Straßen unterspült bzw. weggerissen und Gebäude von Muren umschlossen, berichtete ein Sprecher des Bundesheeres. Das Heer stand mit insgesamt rund 250 Mann im Einsatz, davon 150 in der Gemeinde Sellrain, der Rest in der Gemeinde See im Paznaun.

Starke Gewitter richteten am Montag auch in mehreren Salzburger Gemeinden Schäden an. In St. Koloman und Pfarrwerfen setzten Blitze Gebäude in Brand, vor allem im Pinzgau mussten die Feuerwehren zu Pumpeinsätzen ausrücken. Aufregung gab es zwischenzeitlich auch unter Asylwerbern in der Zeltstadt bei der Landespolizeidirektion, weil durch starken Regen Wasser in einige Zelte gelangt war.

Überflutungen und Vermurungen in Oberösterreich
Auch in Oberösterreich sorgten schwere Unwetter mit großen Wassermengen in einigen Bezirken für Überflutungen und Vermurungen. In der Nacht auf Dienstag waren 1.500 Feuerwehrleute bei 660 Einsätzen aktiv. In Wallern an der Trattnach, wo Katastrophenalarm ausgerufen wurde, waren am Dienstagvormittag noch 20 Feuerwehren im Einsatz. In Ohlsdorf wurde eine Schottermure ausgelöst, oberhalb der Ohlsdorfer Straße wurde die Fahrbahn auf einer Länge von etwa zehn Metern einen Meter hoch verschüttet. Einige Straßen waren auch überflutet.

Heftige Regenfälle führten am Montagabend auch im Bezirk Amstetten zu kleinräumigen Überflutungen. Betroffen waren insbesondere St. Valentin und Haag. Vereinzelte Unwettereinsätze gab es nach Feuerwehrangaben unter anderem auch in Wieselburg, Altenmarkt und Pöggstall.

Weitere Gewitter erwartet
In den nächsten Tagen stehen laut ZAMG weiterhin teils kräftige Regenschauer und Gewitter an der Tagesordnung - auch in den bisher nicht betroffenen südöstlichen Landesteilen. Stellenweise sind auch Unwetter möglich, mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Mit Gewittern ist bis zum Wochenende hin zu rechnen, am geringsten dürfte die Gefahr am Freitag sein.

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