Sa, 25. November 2017

Amoklauf in der Stmk

09.06.2015 13:06

Kinder verletzt: Hass und Eifersucht als Motiv

Jener 52-jährige Oststeirer, der am Mittwoch vergangener Woche zwei Nachbarsmädchen, deren Mutter und einen weiteren Nachbarn schwer verletzt hatte, ist in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert worden, wie Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Bacher am Dienstag sagte. Als Motiv für seine Tat gab er an, die Mutter der Mädchen gehasst zu haben. Der Mann war am Montagvormittag von Polizeihundestreifen in einem Wald in der Nähe des Tatortes gestellt worden.

Der Mann habe sich bei den bisherigen Einvernahmen - unter der Anschuldigung des versuchten Mordes - kooperativ gezeigt. "Er dürfte aber noch nicht ganz begriffen haben, was er da angerichtet hat", sagte Ermittler Wolfgang Summer von Landeskriminalamt. Als Motiv für die Tat habe der Oststeirer angegeben, dass er einen Hass auf die Mutter der beiden Mädchen entwickelt habe. Zuerst hatte er nämlich eine Beziehung zu den beiden Kindern aufgebaut, dann hätten diese aber nicht mehr so oft zu ihm gehen dürfen. Daraufhin habe der Mann der Mutter einen "Denkzettel" verpassen wollen, der Angriff mit einer selbst konstruierten Morgenstern-ähnlichen Waffe sei eskaliert.

52-Jähriger versteckte sich in Erdloch
Der 52-Jährige war seit der Tat auf der Flucht und hatte meistens im Freien übernachtet, in einem Wasserschloss einer Quellfassung, in einem Hackschnitzelhaufen am Waldrand und in jenem mit Holz und Laub getarnten Erdloch in einem Wald zwischen Paldau und Unterstorcha, in dessen Nähe er schließlich von einer Polizeihundestreife geschnappt wurde. Der Mann war abgemagert, so Summer, er hatte in den vergangenen Tagen wenig gegessen. Die Erhebungen seien weiter im Laufen. Laut Staatsanwaltschaft sei eine Tatrekonstruktion der nächste Schritt.

Der Oststeirer hatte vor der Attacke auf die Familie und den Nachbarn ein gutes Verhältnis zu den beiden Mädchen. Das änderte sich, als in ein neues Nachbarhaus ein zwölfjähriger Bursche eingezogen war und die Schwestern immer öfter mit ihm spielten. Der selbstständige Tischler war am Mittwoch auf die Mädchen losgegangen und hatte der Fünfjährigen schwerste Verletzungen zugefügt. Ihre Schwester sowie die Mutter und ein weiterer Nachbar, der helfen wollte, waren ebenfalls verletzt worden.

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