Di, 21. November 2017

Weniger Aufgriffe

08.06.2015 10:30

Strenge Grenzkontrollen stoppen Asyl-Tourismus!

Kein Tag ohne Neuigkeiten rund um die vielen Asylwerber in OÖ: Trotz Kritik an den Zeltstädten kehrte ein Syrer jetzt freiwillig zurück. Schwer haben es hingegen jetzt Profi-Schlepper: Weil die Straßen nach Bayern wegen des G 7-Gipfels streng überwacht werden, trauen sie sich nicht einmal mehr in die Nähe der Grenze - weshalb die Zahl der Aufgriffe zurückging.

Bekanntlich ist ein kleiner Teil Bayerns wegen des derzeit laufenden G 7-Gipfels in Elmau bei Garmisch-Partenkirchen hermetisch abgeriegelt. Aus Angst vor Anschlägen geht man sogar so weit, auch die Grenze zwischen Oberösterreich und Deutschland wieder streng zu überwachen - etwa in Suben und Schärding. Beamte kontrollieren scharf, es muss sich jeder ausweisen, der Österreich verlässt und nach Bayern fährt. Ein Nebeneffekt: Für Schlepper ist es derzeit praktisch unmöglich, ihrer Tätigkeit nachzugehen, ohne erwischt zu werden - und das spürt auch unsere Polizei: Vor allem im Innviertel ist es derzeit viel ruhiger als in der Vorwoche, wo Kriminelle täglich bis zu 25 Flüchtlinge vor der deutschen Grenze aussetzen. Seit es die strengen Kontrollen gibt, ging die Anzahl der Aufgriffe rapide zurück - das wird allerdings nur so lange dauern, bis die heiße Kontrollphase in Bayern wieder beendet sein wird.

Dennoch: In Wels stoppten Polizisten das Auto eines Ungarn, der Syrer nach Österreich brachte. Heimische Beamte erfuhren, dass es in Budapest sogar zwei Hotels geben soll, in denen Asylwerber warten, die nach Österreich und Deutschland wollen - ein Kontrollversuch der Polizei scheiterte, als Beamte etwa 200 Flüchtlingen gegenüberstanden.

259 Flüchtlinge in der Linzer Asyl-Zeltstadt
Im Fokus stehen weiterhin die Asyl-Zeltstädte: Allein in Linz waren darin am Sonntag 259 Flüchtlinge untergebracht. Trotz Beschwerden und Aufständen wollte ein Asylwerber jetzt sogar freiwillig zurück: Sonntagfrüh tauchte im Linzer Camp plötzlich ein Syrer auf, der mit dem Zug aus Gallspach kam. Er beantragte quasi noch einmal Asyl, denn in einem eigenen Asyl-Krankenquartier im Bezirk Grieskirchen, in das er am Freitag verlegt wurde, wollte er nicht bleiben: "Dort sind lauter psychisch Kranke, da gefällt es mir nicht..." Die Landesregierung will heute darüber diskutieren, wie OÖ mit dem Flüchtlingsansturm umgehen soll - und wie die Zelte rasch abgebaut werden können.

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