Mo, 26. Februar 2018

Justiz behindert

06.06.2015 11:08

Weitere Freunde von Boston-Attentäter verurteilt

Zwei weitere Studienfreunde des Attentäters vom Boston-Marathon haben wegen Behinderung der Justiz eine Haftstrafe erhalten. Ein Bundesgericht im US-Ostküstenstaat Massachusetts verurteilte den aus einer wohlhabenden kasachischen Familie stammenden Azamat T. am Freitag zu dreieinhalb Jahren Gefängnis. Der aus einer äthiopischen Einwandererfamilie stammende Robel P. wurde mit drei Jahren Haft bestraft, weil er die Bundespolizei FBI belogen hatte.

Am Dienstag war bereits der Kasache Dias K. zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. K. und T. sollen aus dem Wohnheimzimmer des Attentäters Dzhokhar Tsarnaev Beweismaterial beiseitegeschafft haben. Laut Anklage sorgten sie dafür, dass ein Rucksack mit Feuerwerkskörpern und Schwarzpulverrückständen sowie ein Laptop verschwanden. P. hatte von der Beseitigung der Beweise gewusst und den FBI-Ermittlern erst nach fünf Verhören die Wahrheit gesagt.

Bei dem Anschlag auf den Bostoner Marathonlauf am 15. April 2013 hatten Dzhokhar Tsarnaev und sein älterer Bruder Tamerlan zwei Sprengsätze im Zielbereich des Rennens in die Luft gehen lassen. Drei Menschen starben, rund 260 weitere wurden verletzt. Auf ihrer Flucht erschossen die aus einer tschetschenischen Familie stammenden Brüder einen Polizisten. Tamerlan kam bei der Verfolgungsjagd mit der Polizei ums Leben. Dzhokhar wurde wenige Tage nach dem Anschlag festgenommen und vergangenen Monat von einem Schwurgericht in Boston zum Tode verurteilt.

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