Sa, 18. November 2017

Schwere Gechütze

04.06.2015 11:58

Neues Gutachten soll Dom-Glocken verstummen lassen

Böse Drohbriefe haben dem Linzer Architekten Wolfgang Lassy zuletzt das Leben schwer gemacht. Bekanntlich will er vor Gericht erwirken, dass die Glocken des Mariendoms nachts nicht mehr schlagen dürfen. Beim Prozess am 19. Juni soll ein Gutachten belegen, dass das nächtliche Läuten gesundheitsschädlich ist.

Die Testphase des reduzierten Glockenschlags ist vorbei, Lassy fühlt sich immer noch im Schlaf gestört. Weshalb der Konflikt zwischen ihm als Nachbar des Mariendoms und der Dompfarre am 19. Juni vor Gericht fortgesetzt wird. Lassys Anwalt Wolfgang List hat einen Gutachter beauftragt, der bestätigen soll, dass die nächtlichen Glockenschläge gesundheitsschädlich sind. Die Pfarre, vertreten durch Anwalt Wolfgang Graziani-Weiss, pocht hingegen auf die altbekannten Argumente: "Niemand hat Lassy gezwungen, hier zu wohnen. Die Glocken sind seit über 100 Jahren da, wenn er nicht schlafen kann, soll er umziehen."

Auch Jugenzentrum wegen Lärm verklagt
Nachdem Lassy den Glockendeal hat platzen lassen, zog die Diözese nun ihre Zustimmung zum Vergleich um das Jugendzentrum "Stuwe" zurück. Bekanntlich klagte Lassy auch das "Stuwe", weil die Kids zu laut seien - auch das wird vor Gericht ausgetragen. Übrigens haben die Drohungen gegen Lassy aufgehört, seit sein Anwalt Wolfgang List ankündigte, jeden einzelnen Brief zu veröffentlichen. List erwartet, dass die Kripo vorbeikommt, ansonst will er die Staatsanwaltschaft einschalten.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden