Do, 19. April 2018

Langohr-Sterben

12.04.2006 18:41

10.000 Osterhasen Opfer des Straßenverkehrs

Ausgerechnet jetzt zur Osterzeit sterben auf den Straßen die meisten Hasen unter den Rädern von Fahrzeugen. Im Vorjahr kamen österreichweit 37.373 Hasen im Straßenverkehr ums Leben, in Oberösterreich waren es 9996. Zum Vergleich: Bei der Jagd blieben in unserem Bundesland 57.850 Hasen auf der Strecke, 5526 verendeten als „Fallwild“.

„Bei den Hasen beginnt nun die Rammlerzeit, aber vor allem bei der Suche nach Futter queren die Tiere nun unvorsichtig die Straßen“, bittet Christopher Böck vom Landesjagdverband zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr. Denn nicht nur die „Osterhasen“ sind derzeit besonders gefährdet.

So trägt das Rehwild jetzt seine Revierkämpfe aus, Jungtiere suchen eigene Territorien  da gibt es die sonst übliche Scheu und Vorsicht bei Fremdgeräuschen kaum. Im Vorjahr kostete der Straßenverkehr in Oberösterreich 10.383 Rehen das Leben, die Jagd 80.993.

Weiters kamen im Vorjahr 3095 Fasane (48.621 gejagt), 239 Dachse (1736 gejagt) und 263 Füchse (7479 gejagt) auf Oberösterreichs Straßen ums Leben. Sorgen bereitet auch die Wanderschaft von Tieren: So zogen Luchse aus dem Mühlviertel bereits bis Kirchdorf, müssen dabei auch Autobahnen queren. „Dafür baut die Asfinag aber Tierbrücken“, lobt Böck die Kooperation.

 

 

 

Foto: Markus Schütz

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