Mo, 23. Oktober 2017

Flüchtlingswelle

03.06.2015 18:59

„Erst Beginn einer großen Völkerwanderung“

Landeshauptmann Wilfried Haslauer ist ob der ins Land strömenden Flüchtlingsmassen ernsthaft besorgt. In Salzburg macht man sich für die sofortige Wiedereinführung von Grenzkontrollen stark.

70.000 Flüchtlinge erwartet Österreich heuer noch, dazu steigt im Land die Zahl der Arbeitslosen auf fast 400.000 Menschen. "Die Lage ist explosiv", so FP-Klubobmann Karl Schnell im Landtag. Und selbst Landeshauptmann Wilfried Haslauer zeigte sich "ernsthaft besorgt." Die Akzeptanz der Bevölkerung, was weitere Flüchtlingsströme betrifft "geht zunehmend verloren." Der Abgeordnete Helmut Naderer berichtete im Detail, wie kriminelle Schlepperbanden mittlerweile praktisch aus jedem Land im Nahen Osten und aus Afrika zu Tausenden ihre Opfer in unser Land karren. "Auch als Arzt hilft es nicht, nur die Symptome zu bekämpfen", so Schnell: "Ich muss die Ursache des Übels beseitigen. Es ist sinnlos, hier bei uns eine Zeltstadt nach der anderen aufzubauen. Man muss die Konflikte in den Ländern lösen."

Wie Helmut Naderer machte sich auch Schnell für die sofortige Wiedereinführung von Grenzkontrollen stark: "Es ist doch absurd, dass in Deutschland ein G7-Treffen mit kilometerlangen Zäunen vor der eigenen Bevölkerung, die für diese Politik kein Verständnis mehr hat, geschützt werden muss. Und unsere Grenzen bleiben offen wie die Scheunentore." Scharf kritisierte Schnell auch die Grünen: "Sie sind blind und taub, wenn sie unsere Warnungen stets als Populismus und Hetze abtun. Wir sind am Weg in eine Katastrophe, Unruhen und sozialer Unfrieden werden die Folge sein. Wenn wir die unkontrollierte Aufnahme von Asylwerbern nicht jetzt abstellen, bereiten wir den Nährboden für höchst gefährliche und radikale Gruppierungen."

Schlepper agieren wie ein Reisebüro
Helmut Naderer berichtete anhand der 27 in Salzburg aufgegriffenen Pakistani ganz genau über das Spinnennetz der Mafia, das pro Asylwerber 8000 Euro für die Schleppung bis Österreich verlangt: "Sie agieren wie ein Reisebüro. Wenn’s funktioniert, kommen immer mehr. Unsere Bundespolitik macht sich der Beitragstäterschaft mitschuldig, weil sie durch ihr Agieren das Schlepperunwesen nur noch weiter anheizt." Unterdessen wurden 15 männliche Asylwerber aus Syrien und dem Irak problemlos in einem Faistenauer Privatquartier untergebracht, das Rote Kreuz übernimmt die Betreuung.

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